Afghanistan und Pakistan: UN-Experten fordern Waffenruhe
UN-Experten fordern eine anhaltende Waffenruhe zwischen Afghanistan und Pakistan.
In einer Stellungnahme des UN-Büros für Menschenrechte drängten die Experten die Konfliktparteien dazu, die Ursachen des Konflikts zu beseitigen und dafür zu sorgen, dass Verstösse gegen das Völkerrecht geahndet werden.
Seit Ende Februar greifen Streitkräfte der Nachbarländer einander an. Nach Auslaufen einer Waffenruhe Anfang der Woche kommt es afghanischen Medienberichten zufolge jetzt wieder zu Gefechten im Grenzgebiet.
Islamabad wirft den islamistischen Taliban in Kabul vor, Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Anschläge verüben. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Gruppe Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP). Kabul bestreitet eine Unterstützung der Gruppe.
Die UN-Experten kritisieren nun die Regierungen beider Länder in ihren Beziehungen zu TTP. Die afghanischen Taliban müssten verhindern, dass terroristische Gruppen wie die TTP das Menschenrecht auf Leben bedrohten. Pakistan wiederum habe keine ausreichenden Belege geliefert, dass die afghanische Regierung die Tehrik-e-Taliban zu Angriffen in Pakistan angewiesen habe, so das Gremium. Ein Recht auf Selbstverteidigung Pakistans bestehe daher nicht.
Nach Einschätzung der Experten könnten zudem einige pakistanische Angriffe mit zivilen Opfern gegen humanitäres Völkerrecht verstossen haben. Anfragen der Deutschen Presse-Agentur an Regierungsstellen in Pakistan blieben zunächst unbeantwortet.










