5-Seen-Weg in Zermatt: Besucherströme sollen künftig gelenkt werden
Die Besucherströme auf dem 5-Seen-Weg beim Matterhorn in Zermatt sollen künftig enger gelenkt werden. Znüni gibts zudem nur noch an vorgegebenen Plätzen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Gemeinde Zermatt will Besucherströme auf dem 5-Seen-Weg stärker lenken.
- Künftig sollen Touristen auf dem Weg bleiben und Pause in vorgegebenen Bereichen machen.
- Der Wanderweg gehört zu den beliebtesten der Schweiz.
Es ist einer der meistbegangenen Wanderwege in der Schweiz: Der 5-Seen-Weg bei Zermatt verbindet den Stellisee mit dem Grindjisee, dem Grünsee, dem Moosjisee und dem Leisee. In drei der Gewässer spiegelt sich das Matterhorn.
Kein Wunder, machen sich jährlich tausende von Touristen auf die Tour. Das hinterlässt Spuren, die mittlerweile nicht mehr zu übersehen sind. Neben dem Zurücklassen von Abfall entstehen überall neue Pfade, weil Fotografen auf der Suche nach dem besten Winkel den Weg verlassen.
Gemeinde will Wanderer auf dem Weg behalten
Gemeinde-Präsidentin Romy Biner-Hauser kündigt jetzt gegenüber dem «Walliser Boten» an, dass man dagegen vorgehen will. Man müsse die neuen, unkoordinierten Wege zurückbauen und werde künftig eine gezielte Besucherlenkung einführen.

Konkret bedeutet das: Auf dem 5-Seen-Weg sollen Besucher nur noch auf dem vorgegebenen Weg bleiben. Dafür wird «eine direkte und indirekte Besucherlenkung durch gezielte Information, Geländegestaltung und Begehbarkeit» angestrebt. Zudem sollen Aufenthaltsplätze angelegt werden, damit das Zmittag nicht mehr abseits des Weges oder am Seeufer eingenommen wird.
Neue Wasserleitungen fällig
Das ganze Projekt soll noch diesen Sommer angegangen werden. Anstoss war, dass aktuell beim Stehlisee Ersatzmassnahmen zugunsten der Umwelt definiert werden müssen. Das Wasser des Stehlisees wird zur künstlichen Beschneiung benutzt. Weil die Wasserleitungen erneuert werden müssen, werden Ersatzmassnahmen fällig.
Ein entsprechendes Konzept hat die Gemeinde ausgearbeitet und vorgelegt. Doch bei den anderen Seen gäbe es diesbezüglich «Nahholbedarf» so Biner-Hauser. «Und da man die Umgebung des Stellisees im Zuge der besagten Ersatzmassnahmen zwangsläufig aufwerten muss, ist es naheliegend, dies bei den anderen Seen ebenfalls zu tun.»















