Aarau

    Neue Solar-Forschungsanlage auf Ackerland entsteht in Suhr AG

    Keystone-SDA Regional
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    Suhr,

    In Suhr AG haben der Energiekonzern Axpo, der Kanton Aargau und das Forschungsinstitut für biologischen Landbau mit dem Bau einer Agri-PV-Forschungsanlage begonnen. Sie wollen damit Landwirtschaft und Solarstrom verbinden. Der Milchverarbeiter Emmi nutzt die Energie direkt vor Ort.

    Im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist bereits eine grosse Agri-PV-Anlage in Betrieb. Die Module können bei landwirtschaftlichen Arbeiten hochgeklappt werden. (Archivbild)
    Im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist bereits eine grosse Agri-PV-Anlage in Betrieb. Die Module können bei landwirtschaftlichen Arbeiten hochgeklappt werden. (Archivbild) - Keystone/DPA/JENS BÜTTNER

    Es werde ein gemeinsames Forschungsprojekt zur Weiterentwicklung der Agri-Photovoltaik (Agri-PV) umgesetzt, teilte Axpo am Freitag mit. Die in Suhr entstehende Forschungsanlage führe die landwirtschaftliche Nutzung und Solarstromproduktion auf der gleichen Fläche zusammen.

    Die Anlage soll eine Leistung von 600 Kilowattpeak haben. Die Modultische stehen in rund drei Metern Höhe über dem Acker. Ein Tracker-System richtet die Solarmodule je nach Jahreszeit aus. Die Konstruktion steht auf Stahlprofilen im Boden, wie es in der Medienmitteilung heisst.

    Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) begleitet das Projekt wissenschaftlich. Die gesamte Versuchsfläche umfasst 279 Aren. Die Solarmodule bedecken etwa 120 Aren dieser Fläche.

    Den östlichen Teil wollen die Forschenden als Referenzfläche nutzen. Sie vergleichen die Auswirkungen auf Pflanzenertrag, Biodiversität und Wasserführung. Zudem erforschen sie, wie Kulturen wie Getreide oder Mais auf Trockenheit reagieren.

    Der erzeugte Strom wird laut Axpo vollständig an den Emmi-Standort direkt vor Ort geliefert und verbraucht. Damit entstehe in Suhr ein Projekt, das lokale Stromproduktion, landwirtschaftliche Nutzung und angewandte Forschung miteinander verbinde.

    Teil eines Aargauer Forschungsprogramms

    Das Projekt gehört zum kantonalen Programm «AgriSolar Forschung». Es ist die zweite von drei geplanten Versuchsanlagen im Aargau. Die erste Anlage steht über einer Obstplantage am FiBL-Standort in Frick.

    Der Kanton Aargau und das FiBL bringen ihre Expertise in Landwirtschaft, Forschung und Projektentwicklung ein. Axpo sammelte nach eigenen Angaben mit der Tochtergesellschaft Urbasolar bereits Erfahrungen in Frankreich und Italien.

    Kommentare

    User #3955 (nicht angemeldet)

    Solaranlagen gehören keinesfalls auf Landwirtschftsflächen. Es hat schon genügend verbauten Boden und Dächer, wo diese aufgestellt werden können. Ausserdem haben wir schon jetzt viel zu viele Solaranlagen, denn bei Sonnenschein gibts eine massive Überproduktion die nicht genutzt werden kann. Wie brauchen Anlagen, die auch bei Dunkelheit Elektrizität erzeugen können.

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