Zwanghaftes Sexualverhalten als Krankheit anerkannt

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Genève,

Zwanghaftes Sexualverhalten und Video- oder Online-Spielsucht sind nun international anerkannte Gesundheitsstörungen.

Steinach
Auf en ehemalige Gemeindeschreiber von Steinach treffe der Vorwurf der mehrfachen Pornografie - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Katalog ist erstmals seit fast 30 Jahren neu gefasst worden.

Beide sind in der neuen «Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11)» aufgeführt, die am Samstag bei der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) formell angenommen wurde, wie die WHO mitteilte. Die Vollversammlung der mehr als 190 WHO-Mitgliedsländer in Genf geht am Dienstag (28.5.) zu Ende.

Der Katalog ist erstmals seit fast 30 Jahren neu gefasst worden. Er listet 55 000 Krankheiten, Symptome und Verletzungsursachen auf. Ärzte registrieren ihre Diagnosen künftig mit den neuen Codes. Für krankhaftes Video- oder Online-Spielen ist es «6C51», für zwanghaftes Sexualverhalten «6C72». Damit können präzisere Statistiken erstellt und Gesundheitstrends besser dokumentiert werden, wie Robert Jakob, Gruppenleiter Klassifikationen (ICD) bei der WHO, zuvor sagte. Alle WHO-Mitglieder sollen ihren Krankheiten ab Anfang 2022 nach dem neuen Katalog erfassen.

Nach Angaben des deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation rechnen Krankenkassen nach dem für Deutschland jeweils leicht modifizierten Katalog auch Behandlungen ab. Auch Statistiken zu Todesursachen werden nach den Codes geführt.

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