Zoff zwischen AfD und VW wegen Bundesparteitag

    Benedikt Theiler
    Benedikt Theiler

    Deutschland,

    Die AfD und Volkswagen zoffen sich um das Lokal, wo der Bundesparteitag stattfinden soll. Der Autokonzern verlangt, dass der Name der Halle abgedeckt wird.

    Volkswagen Halle Braunschweig
    Die Volkswagen Halle. Im November wird in der Halle der Bundesparteitag der AfD stattfinden. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die AfD trifft sich am Monatsende in der Volkswagen-Halle Braunschweig zum Parteitag.
    • Der Namensgeber Volkswagen verlangt, dass der Name des Konzerns abgedeckt wird.

    Vom 30. November bis zum 1. Dezember steigt in Braunschweig der Bundesparteitag der AfD – und zwar in der Volkswagen-Halle Braunschweig.

    Doch nun wird der Name der Halle für dieses Wochenende abgedeckt. Dies verlangt der Betriebsrat des Autobauers VW, wie «tagesschau.de» berichtet. Der Betriebsrat als auch die Unternehmensseite sei sich absolut einig, dass der Name Volkswagen nicht für den AfD-Parteitag hinhalten soll.

    Volkswagen-Aufsichtsrat beschliesst Investitionsplanung
    VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh steht bei einer Pressekonferenz in der Zentrale der Volkswagen AG, nach einer Sitzung des Volkswagen-Aufsichtsrats. - dpa

    Die Begründung: «Wir verurteilen die völkisch-nationalistischen Positionen der sogenannten ‹Alternative für Deutschland›». Diese Partei stelle sich eindeutig gegen Werte des VW-Konzerns «wie Respekt, Vielfalt, Toleranz und partnerschaftliches Miteinander», so Betriebsratschef Bernd Osterloh.

    Damit nimmt der VW-Konzern besonders deutlich Position gegen die AfD. Bekanntermassen der Konzern, dessen Namen auf einem von Adolf Hitler geforderten Projekt zum Bau eines «Volksautos» für die breite Bevölkerung gründet.

    AfD reagiert pikiert

    Pikiert darauf reagiert der AfD-Chef Jörg Meuthen. Er kritisiert den Entscheid und verlangt indirekt, die Produkte von Volkswagen zu meiden.

    Parteitag der AfD
    Der AFD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen spricht beim Landesparteitag der AfD in Rheinland-Pfalz. - dpa

    Dem «Redaktions Netzwerk Deutschland» sagte er, dass nun Millionen von AfD-Wählern künftig dem Konzern nicht mehr so gesinnt sein könnten. Möglicherweise auch bei einem Kauf eines neuen Autos. «So auch ich selbst», wie Meuthen ergänzt.

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