Zehntausende bei IG-Metall-Kundgebung in Berlin

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    Deutschland,

    Digitalisierung, Klimaschutz und die Verkehrswende können nach Meinung der Gewerkschaftler Chance und Risiko zugleich für die Beschäftigten sein. Bei einer Grossdemonstration forderten sie mehr Rücksicht auf die Interessen der Arbeitnehmer.

    Mehr als 50.000 Menschen nahmen auf der Kundgebung in Berlin teil. Foto: Gregor Fischer
    Mehr als 50.000 Menschen nahmen auf der Kundgebung in Berlin teil. Foto: Gregor Fischer - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zehntausende Menschen haben bei einer Kundgebung der IG Metall in Berlin für Fairness beim Umbau der Wirtschaft demonstriert.

    Sie forderten am Brandenburger Tor, dass Themen wie Energie- und Verkehrswende sowie die Digitalisierung angegangen und dabei aber Arbeitsplätze gesichert werden. Eine Gewerkschaftssprecherin sprach am Nachmittag bei der Kundgebung von mehr als 50.000 Teilnehmern aus ganz Deutschland, die Polizei ging von «mehreren Zehntausend» Teilnehmern aus.

    Viele Gewerkschaftler trugen rote T-Shirts und Mützen mit Slogans wie «Stillstand hat noch nie etwas bewegt» oder «Ohne Plan? Ohne uns!». Die Digitalisierung und der Klimawandel seien grosse Herausforderungen für die Firmen und die Zukunft der Arbeitsplätze, sagte Gewerkschaftschef Jörg Hofmann. Jeder zweite Arbeitgeber habe jedoch «heute keine Idee, wie er seinen Betrieb auf die Zukunft vorbereitet.» Die IG Metall fordert von den Arbeitgebern «Qualifizieren statt Entlassen».

    Auch Sozial- und Umweltverbände wie der Naturschutzbund Deutschland, VdK und der Evangelische Bundesverband Diakonie Deutschland beteiligten sich an der Demonstration unter dem Motto «FairWandel». «Wir kämpfen gemeinsam für eine Grundrente für alle», sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Die sozialpolitische Sprecherin der SPD, Kerstin Tack, forderte «einen starken Sozialstaat, der Schutz und Chancen im Wandel ermöglicht». Diakonie-Präsident Ulrich Lilie sagte, die Digitalisierung dürfe nicht zu einem Arbeitsplatzabbau führen. Wenn Menschen «auf der Strecke bleiben», drohe eine Spaltung der Gesellschaft.

    Auch Popmusiker wie Clueso und Joris unterstützen die Forderungen der Gewerkschaft. Am Mittag spielte die Rockband Silly mit Sängerin Julia Neigel auf der Bühne. «Veränderung kann eine grosse Chance sein - wenn wir sie mitgestalten», teilte die Band im Internet mit. Bereits am Vormittag war ein Demonstrationszug der IG-Metall-Jugend vom Roten Rathaus in Richtung Brandenburger Tor gezogen.

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