Wahlsieger Orpo hält sich in Finnland alle Optionen offen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Finnland,

    Bei den Wahlen in Finnland haben die Konservativen die Sozialdemokraten hinter sich gelassen. Eine Mehrheitsregierung wird allerdings schwierig.

    Parlamentswahl in Finnland
    Anhänger winken mit Pappfiguren des Vorsitzenden der Nationalen Koalition, Petteri Orpo, auf der Wahlveranstaltung der Partei in Helsinki. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei den Wahlen in Finnland haben die Konservativen die Sozialdemokraten abgelöst.
    • Die rechtspopulistische Partei «Die Finnen» landete auf dem zweiten Platz.
    • Die Bildung einer Mehrheitsregierung könnte schwierig werden.

    Nach ihrem Sieg bei der Parlamentswahl in Finnland halten sich die Konservativen alle Optionen offen. Die Konservativen hatten bei der Wahl am Sonntag zugelegt und die Sozialdemokraten von Regierungschefin Sanna Marin als stärkste Kraft abgelöst. Auf dem zweiten Platz landete die rechtspopulistische Partei Die Finnen.

    Eine Mehrheitsregierung zu bilden, dürfte schwierig werden. Orpo könnte ein Mitte-Rechts-Bündnis mit den Finnen und der Zentrumspartei anstreben, die bislang in der Fünf-Parteien-Koalition von Marin sitzt. Allerdings kündigte die Partei nach Verlusten den Gang in die Opposition an. Damit würden nur kleinere Parteien als mögliche Juniorpartner übrig bleiben.

    Wirtschaftswachstum habe Vorrang

    Zu seiner Regierungspolitik wollte sich Orpo noch nicht äussern. Vorrang habe das Wirtschaftswachstum, sagte der Ex-Finanzminister. Seine Partei gab als Ziel vor, in den kommenden vier Jahren rund sechs Milliarden Euro einzusparen.

    Kandidaten finnischer Parlamentswahl
    Die Vorsitzende der Sozialdemokraten, Sanna Marin (l.) neben dem Vorsitzenden der Nationalen Koalitionspartei, Petteri Orpo (m.) und der Vorsitzenden der Partei «Die Finnen», Riikka Purra (r.) - Keystone

    In schwierigen Zeiten sei es nicht wichtig, so schnell wie möglich eine Regierung zu bilden, sagte Orpo. Er hoffe, dass die Bildung bis Mittsommer – also bis zum 24. Juni – klappe. «Aber es ist noch wichtiger, eine funktionierende Regierung mit einem guten Programm zu haben», sagte er.

    Den Nato-Beitritt Finnlands, der am Dienstag vollzogen wurde, unterstützt seine Partei uneingeschränkt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Finnland
    9 Interaktionen
    Bald-Nato-Land
    Sanna Marin
    53 Interaktionen
    Konservative siegen
    3 Interaktionen
    31. Mitglied

    MEHR IN NEWS

    MEHR AUS FINNLAND

    Ubisoft RedLynx
    2 Interaktionen
    Stellenabbau
    Levi Weltcup Schnee Piste
    6 Interaktionen
    Noch zwei Monate
    eis
    3 Interaktionen
    Rovaniemi
    35 Interaktionen
    Rovaniemi