Absturz

    Wagner-Kommandeur Utkin nahe Moskau beerdigt

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    Russland,

    Letzte Woche stürzte ein Jet der Söldnerarmee Wagner ab. An Bord war auch Mitbegründer Dmitri Utkin. Er wurde nu auf einem Militärfriedhof beerdigt.

    Dmitri Utkin wurde auf dem Föderalen Militärfriedhof bei Moskau beigesetzt.
    Dmitri Utkin wurde auf dem Föderalen Militärfriedhof bei Moskau beigesetzt. - Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

    Der ehemalige Kommandeur der Söldnerarmee Wagner, Dmitri Utkin, ist nach Angaben russischer Staatsmedien auf einem Militärfriedhof bei Moskau beerdigt worden.

    Der vergangene Woche bei einem rätselhaften Flugzeugabsturz getötete Ex-Geheimdienstoffizier wurde am Donnerstag mit militärischen Ehren verabschiedet. Der grösste russische Militärfriedhof im Aussenbezirk Mytischtschi untersteht dem Verteidigungsministerium und wird vor allem für die Bestattung ranghoher Armeeangehöriger genutzt.

    Prigoschin ohne militärische Ehren beigesetzt

    Utkin galt als Mitbegründer der russischen Söldnerarmee. Der Name Wagner soll auf seine Vorliebe für den deutschen Komponisten Richard Wagner (1813-1883) zurückgehen. Utkin galt als rechtsradikal. Online veröffentlichte Videos zeigten Männer in Armeeuniformen und Trauerkränze sowie das mit Wagner-Symbolik geschmückte Grab des Söldnerkommandeurs.

    Dmitri Utkin Wagner-Gründer
    Ein Porträt von Dmitry Utkin bei einer informellen Gedenkfeier in der Nähe des Kremls in Moskau, Russland, am Samstag, 26. August 2023. - keystone

    Der Wagner-Kommandeur war gemeinsam mit dem Chef der Söldnerfirma, Jewgeni Prigoschin, und weiteren Führungsfiguren am 23. August bei einem Flugzeugabsturz über Russland ums Leben gekommen. Prigoschin wurde am Dienstag in St. Petersburg beigesetzt, aber weitgehend geheim und ohne militärische Ehren. Er hatte im Juni gegen die russische Militär- und Staatsführung gemeutert.

    Die Opfer des Flugzeugabsturzes gehören laut westlichen Politikern zur langen Liste von Gegnern des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die auf seltsame Weise zu Tode kamen. Der Kreml weist zurück, etwas mit der Flugzeugkatastrophe zu tun zu haben. In Kommentaren unabhängiger russischer Medien ist dennoch immer wieder von einem gezielten Anschlag die Rede.

    Russia Prigozhin Payback
    Am letzten Mittwoch stürzte über Russland ein Privat-Jet ab – an Bord soll Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin gewesen sein. - keystone

    Telegram-Kanäle aus dem Umfeld der Söldnertruppe veröffentlichten am Donnerstag ein noch unbekanntes Video mit Prigoschin. Es zeigt ihn wenige Tage vor seinem Tod und wurde angeblich in Afrika gedreht. Darin beschied er Leute, die sich für ihn und seine Angelegenheiten interessierten: «Es ist alles okay.»

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