Von der Leyen will Aktionsplan für Autoindustrie

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    Belgien,

    Die EU-Kommission arbeitet an einem Aktionsplan zur Unterstützung der europäischen Autoindustrie.

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. (Archivbild) - keystone

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will in wenigen Wochen einen Aktionsplan zur Unterstützung der Autoindustrie vorlegen. Sie habe EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas damit beauftragt, den Plan am 5. März zu präsentieren, teilte die Brüsseler Behörde mit.

    In dem Papier sollen die Ergebnisse eines nun in Brüssel gestarteten Dialogs festgehalten werden. Darin tauscht sich die Kommission unter anderem mit Autobauern, Gewerkschaftsvertretern, Umweltorganisationen und Zulieferern aus.

    Autoindustrie unter Druck

    Die europäische Autoindustrie steht unter Druck. Sie sieht sich zunehmender Konkurrenz aus China ausgesetzt, aber auch der US-Autobauer Tesla macht europäischen Unternehmen im E-Auto-Markt Anteile streitig. Für die Wirtschaft in der EU und vor allem im Autoland Deutschland ist diese Industrie von entscheidender Bedeutung.

    Rund 13 Millionen Menschen sind laut Kommission in Europa direkt oder indirekt durch sie beschäftigt. Neben den Jobs bei Autobauern wie VW, Mercedes oder BMW und Zulieferern wie Bosch sind in den Zahlen auch vier Millionen indirekte Arbeitsplätze etwa im Handel oder Werkstätten enthalten.

    Konflikt: Klimaziele vs. Investitionen

    Bei der Frage, wie die Autoindustrie unterstützt werden kann, geht es um mehrere Aspekte. Zur Debatte steht etwa, wie drohende Geldstrafen für Autobauer angepasst werden können, die sie vermutlich zahlen müssen, weil sie Klimaziele nicht einhalten können.

    Der Verband der deutschen Automobilindustrie drängt – so wie andere Wirtschaftsvertreter – vehement darauf, die Strafen zu vermeiden. Damit mehr Geld für Investitionen in E-Mobilität verfügbar ist. Zudem steht die Frage im Raum, ob das für 2035 vorgesehene Verbrenner-Aus bleibt.

    Umweltschützer befürchten bei diesen Themen ein Aufweichen der Klimaschutzvorgaben. Als weitere Möglichkeiten werden unter anderem Steuervorteile, Kaufprämien oder mit öffentlichen Geldern geförderte EU-Gemeinschaftsprojekte diskutiert.

    Konflikt: Europa vs. China

    Doch dass die Interessen der europäischen Industrie auch nicht immer deckungsgleich sind, zeigt sich etwa an Zusatzzöllen auf E-Autos aus China. Während etwa die deutsche Industrie sie vehement ablehnt, hatte sich Frankreich in der Vergangenheit grundsätzlich positiv zu Strafmassnahmen gegen Chinas E-Autos geäussert.

    Kurz vor Beginn des neuen Dialogs hatten unter anderem die deutschen Autobauer BMW und Mercedes angekündigt, vor Gericht gegen die Massnahme vorzugehen.

    Auf den Rechtsstreit angesprochen, sagte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen: «Die Situation in der Autoindustrie ist komplex. Neben chinesischen Fahrzeugen, die unter Produktionskosten verkauft werden, sind etwa die Elektrifizierung, die Infrastruktur und Qualifikationen komplizierte Themenfelder. Wenn man den verschiedenen Autoherstellern in ganz Europa zuhört, hat man sehr unterschiedliche Ansichten dazu.»

    Kommentare

    Marco Brunner

    Das Beste, was die EU machen könnte, wäre sich selbst wieder abzuschaffen und sich auf Freihandelsabkommen zu beschränken und lokale Politik dort zu lassen, wo sie hingehört - lokal in den Ländern.

    User #6067 (nicht angemeldet)

    Warum wissen die vielen gescheiten Geister in Brüssel nicht vorher, wie die Klimahysterie Wirtschaft und Arbeitsplätze schädigen kann. Wie sagt man so schön, studiert aber nicht gescheit!

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