USA: Entscheidung zu Gefangenenaustausch fiel schwer

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    Russland,

    Die Verhandlungen zwischen Moskau und Washington zu einem Gefangenenaustausch liefen über Monate. Nun lenkte der Kreml ein - aber unter welchen Zugeständnissen der USA?

    Die Pressesprecherin des Weissen Hauses Jen Psaki sagte, die Entscheidung über den Gefangenenaustausch sei für den Präsidenten schwer gewesen.
    Die Pressesprecherin des Weissen Hauses Jen Psaki sagte, die Entscheidung über den Gefangenenaustausch sei für den Präsidenten schwer gewesen. - Susan Walsh/AP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • US-Präsident Joe Biden hat sich die Entscheidung über einen Gefangenenaustausch mit Russland inmitten des Ukraine-Konflikts nach Angaben des Weissen Hauses nicht leicht gemacht.

    Die Sprecherin der US-Regierungszentrale, Jen Psaki, sagte in Washington, es sei eine schwierige Entscheidung für den Präsidenten gewesen, die Haft für den in den USA verurteilten Konstantin Jaroschenko zu verkürzen. Jaroschenko habe allerdings den Grossteil seiner Haftstrafe wegen eines nicht gewalttätigen Drogendelikts bereits verbüsst. «Und unsere oberste Priorität hier war die sichere Rückkehr von Trevor Reed, da wir wussten, dass er nicht nur zu lange gegen seinen Willen festgehalten wurde, sondern dass sein Gesundheitszustand dringend eine Behandlung erforderte.»

    Unerwartete Entwicklung

    Russland und die USA hatten überraschend einen seit langem diskutierten Gefangenenaustausch ausgeführt. Russland liess den US-Amerikaner Reed frei und erhielt dafür den in den USA verurteilten Jaroschenko. Über den Austausch hatten US-Präsident Joe Biden und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin bei ihrem Gipfeltreffen in Genf im Juni 2021 gesprochen. Angesichts der angespannten Beziehungen der beiden Länder, deren Verhältnis sich durch den Ukraine-Krieg noch einmal drastisch verschlechtert hat, kam die Entwicklung unerwartet.

    Die USA hatten immer wieder die Freilassung des 30 Jahre alten Reed gefordert. Er war im Juli 2020 zu neun Jahren Straflager verurteilt worden - wegen eines angeblichen Überfalls auf Polizisten und Widerstands gegen die russische Staatsgewalt im betrunkenen Zustand. Der russische Pilot Jaroschenko wiederum war 2010 in den USA wegen Drogenschmuggels zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

    Psaki sagte, der Austausch der beiden habe in den frühen Morgenstunden US-amerikanischer Zeit in der Türkei stattgefunden. Die Verhandlungen seien über Monate gelaufen. Warum Moskau ausgerechnet jetzt einwilligte, dazu äusserte sich Bidens Sprecherin nicht. Sie betonte aber, es sei bei den Verhandlungen allein um die Freilassung von Trevor Reed gegangen. Auf die Frage, ob es neben der Entlassung von Jaroschenko von US-Seite weitere Zugeständnisse gegeben habe, sagte sie: «Es gab keine anderen Bedingungen, von denen ich wüsste.»

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