Studien widerlegen Argumente von Klimaskeptikern zur Erderwärmung

    AFP
    AFP

    Frankreich,

    Mehrere Studien haben Argumente von Klimaskeptikern zur Erderwärmung widerlegt.

    Klima
    Neue Forschungsergebnisse zum Klimawandel - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Forscher: Frühere Temperaturwandel waren regional begrenzt.

    Die am Mittwoch veröffentlichten Forschungsarbeiten zeigen, dass der weltweite Temperaturanstieg der vergangenen Jahrzehnte in der jüngeren Menschheitsgeschichte beispiellos ist. Demnach gab es in den vergangenen 2000 Jahren noch nie einen so schnellen und weitverbreiteten Anstieg der Temperatur wie zum Ende des 20. Jahrhunderts.

    Klimaskeptiker führen häufig an, dass es in der Geschichte der Erde immer wieder wärmere und kältere Perioden gab. Sie ziehen damit in Zweifel, dass der derzeitige Klimawandel menschgemacht und auf den Ausstoss von CO2 und andere Treibhausgase zurückzuführen ist.

    Eine im Fachmagazin «Nature» veröffentlichte Studie untersuchte nun regionale Temperaturtrends in den vergangenen 2000 Jahren. Die Forscher befassten sich unter anderem mit der sogenannten Kleinen Eiszeit vor einigen Jahrhunderten, in denen es über einen längeren Zeitraum kältere Winter gab als zum Beginn des 20. Jahrhundert.

    Die Wissenschaftler fanden heraus, dass es sich dabei nicht wie bislang angenommen um globale, sondern vielmehr um regionale Phänomene gehandelt habe. Dagegen sei der derzeitige Klimawandel ein weltweites Phänomen: 98 Prozent der Erde würden seit der Industriellen Revolution einen Temperaturanstieg erleben. «Das steht in einem starken Kontrast zur Klimavariabilität, die es in den 2000 Jahren zuvor gab», erklärte Nathan Steiger von der Columbia-Universität.

    Eine zweite Studie, die im Fachmagazin «Nature Geoscience» veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass sich Temperaturschwankungen in der vorindustriellen Zeit zu einem bedeutenden Teil auf vulkanische Aktivitäten zurückführen lassen. Einen so schnellen Temperaturanstieg wie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts habe es aber nie gegeben.

    Der Klimaexperte Mark Maslin vom University College London erklärte mit Blick auf die Studien, Klimawandelleugner könnten nicht mehr argumentieren, die derzeit beobachtete Erderwärmung sei Teil eines «natürlichen Klimazyklus». Während es in der Vergangenheit regionale und örtliche Klimaveränderungen gegeben habe, habe der Ausstoss von Treibhausgasen durch menschliche Aktivitäten einen weltweiten Effekt.

    Die Studien kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem Europa unter einer zweiten Hitzewelle binnen kurzer Zeit leidet. In Deutschland wurde am Mittwoch mit 40,5 Grad in der nordrhein-westfälischen Stadt Geilenkirchen ein neuer Temperaturrekord aufgestellt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    schokolade
    70 Interaktionen
    Wie geht das?
    Leerkündigung Zürich
    33 Interaktionen
    Zürich

    MEHR IN NEWS

    1 Interaktionen
    Biel BE
    Donald Trump
    Wegen Staatsanwältin
    strasse von hormus
    London
    Bellikon AG
    Bellikon AG

    MEHR AUS FRANKREICH

    5 Interaktionen
    Saint-Pierre-la-Garenne
    Frankreich Schülerproteste
    23 Interaktionen
    Exzesse
    NL
    7 Interaktionen
    1:1 gegen Italien
    22 Interaktionen
    Paris