Strom in Deutschland wieder überwiegend aus Kohle

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    Deutschland,

    Vor einem Jahr stammte der überwiegende Anteil des Stroms noch aus erneuerbaren Energiequellen. Nun hat die Kohle wieder die Nase vorn. Statistiker sprechen von einem «windarmen Frühling».

    Insgesamt wurden von Januar bis einschliesslich März in Deutschland 138,2 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und ins Netz eingespeist. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
    Insgesamt wurden von Januar bis einschliesslich März in Deutschland 138,2 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und ins Netz eingespeist. Foto: Julian Stratenschulte/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Stromproduktion mittels Kohle in Deutschland hat im ersten Quartal 2021 die Windkraft wieder überholt.

    Ein «windarmes Frühjahr» habe zu fast einem Drittel weniger Strom aus Windkraft geführt, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.

    Gefüllt wurde die Lücke nach Angaben der Wiesbadener Behörde durch eine höhere Stromerzeugung aus Kohle- und Erdgaskraftwerken.

    Insgesamt wurden von Januar bis einschliesslich März hierzulande 138,2 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und ins Netz eingespeist. Nach vorläufigen Ergebnissen des Bundesamtes waren das 2,6 Prozent weniger als im ersten Quartal 2020. Stammte der Strom im Vorjahreszeitraum überwiegend aus erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft, Biogas und Sonne (51,4 Prozent), dominierten zu Beginn dieses Jahres Kohle, Gas und Kernenergie (59,3 Prozent).

    Mit einem Anteil von 28,9 Prozent an der insgesamt eingespeisten Strommenge war Kohle der wichtigste Energieträger für die Stromerzeugung in Deutschland im ersten Quartal 2021. Die in Kohlekraftwerken erzeugte Strommenge erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Viertel (26,8 Prozent) auf fast 40 Milliarden Kilowattstunden. Bei Strom aus Erdgas ging es um 24 Prozent auf 22,5 Milliarden Kilowattstunden nach oben.

    Dagegen gab es bei der Windkraft ein kräftiges Minus von fast einem Drittel (32,4 Prozent). Die Einspeisung von 33,5 Milliarden Kilowattstunden war für diese Energiequelle der niedrigste Wert für ein erstes Quartal seit 2018. In den beiden Vorjahren hatte Windkraft aufgrund starker Frühjahrsstürme deutlich höhere Werte erreicht.

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