Standardbrief kostet künftig 80 Cent

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Wer in Deutschland einen Brief verschickt, muss künftig mehr Geld bezahlen.

    Eine 70-Cent und eine 10-Cent Briefmarke auf einem Briefumschlag. Das Versenden eines Standardbriefs im Inland kostet von Juli an 80 Cent. Foto: Fabian Sommer
    Eine 70-Cent und eine 10-Cent Briefmarke auf einem Briefumschlag. Das Versenden eines Standardbriefs im Inland kostet von Juli an 80 Cent. Foto: Fabian Sommer - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Auch andere Sendungsarten werden teurer - eine Postkarte kostet 60 Cent nach zuvor 45 Cent.

    Ab diesem Montag (1. Juli) kostet ein Standardbrief 80 Cent beim Versand in Deutschland und damit 10 Cent mehr als bisher.

    Auch andere Sendungsarten werden teurer - eine Postkarte kostet 60 Cent nach zuvor 45 Cent. Ein Kompaktbrief mit einem Höchstgewicht von 50 Gramm ist mit 95 Cent (bisher 85) zu frankieren und ein bis zu einem halben Kilo schwerer Grossbrief mit 1,55 Euro (bislang 1,45). Für Briefe, die rund um den Tag der Erhöhung noch mit altem Porto eingeworfen werden, verspricht die Post wie bei früheren Porotanhebungen Kulanz.

    Es ist die erste Erhöhung seit 2016, sie kommt ein halbes Jahr später als erwartet: Ursprünglich wollte die Post Anfang Januar mit den Preisen anziehen, wurde aber von der zuständigen Regulierungsbehörde, der Bundesnetzagentur, vorübergehend ausgebremst. Die Post begründet die Erhöhung mit den jährlich um zwei bis drei Prozent sinkenden Briefmengen und zugleich höheren Personalkosten - daher sind mehr Einnahmen pro Brief aus ihrer Sicht notwendig.

    Der sogenannte Preiserhöhungsrahmen liegt bei 10,6 Prozent - rechnet man also das Porto aller Sendungen in den verschiedenen Arten zusammen, wird es entsprechend teurer. Ursprünglich wollte die Bundesnetzagentur einen niedrigeren Erhöhungsrahmen zulassen. Nach einer Gesetzesänderung musste der Regulierer seine Vorgaben aber neu berechnen und kam dann auf den höheren Wert.

    Konkurrierende Paketdienste kritisierten die höheren Briefpreise scharf: Sie monieren, dass der Bonner Konzern dadurch mehr Geld hat, das er in seine Paketsparte investieren kann. Das verhindert aus ihrer Sicht einen fairen Wettbewerb. Wie viel Geld die Portoerhöhung der Post bringt, ist unklar. Schätzungen zufolge dürfte es sich um einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag handeln.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    KI
    75 Interaktionen
    Gefahr
    Campingfeuer Bella Italia
    18 Interaktionen
    «Fire!»

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    181 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    1 Interaktionen
    Bern
    Sattel SZ
    Sattel SZ

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    2 Interaktionen
    Berlin
    Oktoberfest 2026
    Rekord
    Oktoberfest
    Tragischer Unfall
    x
    247 Interaktionen
    Wie geht das?