Spahn: «Laschet ist der natürliche Kanzlerkandidat»

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    Frühestens im März wollten der neue CDU-Vorsitzende Laschet und CSU-Chef Söder die Kanzlerkandidatur klären. Doch kaum ist der neue CDU-Chef gekürt, beginnt, was manche in der Union gefürchtet haben: die Diskussion um die K-Frage.

    «Armin Laschet führt unsere CDU, und er ist damit der natürliche Kanzlerkandidat», so Jens Spahn. Foto: Federico Gambarini/dpa-POOL/dpa
    «Armin Laschet führt unsere CDU, und er ist damit der natürliche Kanzlerkandidat», so Jens Spahn. Foto: Federico Gambarini/dpa-POOL/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Woche nach der Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden Armin Laschet hat sein Stellvertreter Jens Spahn den Parteichef als natürlichen Kanzlerkandidaten bezeichnet.

    «Armin Laschet führt unsere CDU, und er ist damit der natürliche Kanzlerkandidat», sagte der Bundesgesundheitsminister der «Bild am Sonntag». Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet und CSU-Chef Markus Söder hatten sich darauf festgelegt, den gemeinsamen Kanzlerkandidaten beider Parteien erst nach den Landtagswahlen im März zu küren. Beide gelten als Anwärter, wobei der bayerische Ministerpräsident Söder öffentlich noch keinen Anspruch auf das Amt erhoben hat.

    Spahn hatte vor kurzem Berichte zurückgewiesen, er sondiere in der Union eigene Chancen als Kanzlerkandidat. Nun sagte er: «Ich habe 2018 für den CDU-Vorsitz kandidiert. Ich war bereit, Verantwortung zu übernehmen, mit allem, was daraus folgt. Heute konzentriere ich mich darauf, die grösste Gesundheitskrise in der Geschichte der Bundesrepublik zu bewältigen.»

    Aus der damaligen CDU-Vorsitzendenwahl war Annegret Kramp-Karrenbauer als Siegerin hervorgegangen. Vor einer Woche wurde ihr Nachfolger gewählt. Spahn hatte dabei Laschet unterstützt und war auf dem Digital-Parteitag zu dessen Stellvertreter gewählt worden, allerdings mit schwachem Ergebnis.

    Um das Vorgehen bei der Kandidatenkür hatte es in der Union ein längeres Tauziehen gegeben. CDU-Vize Volker Bouffier etwa hatte auf eine schnelle Entscheidung möglichst bald nach der Wahl des neuen Parteivorsitzenden gedrungen. Söder hingegen hatte schon länger auf eine späte Entscheidung erst im Frühjahr gesetzt. Zuletzt hat sich auch Laschet so positioniert, wobei mal von März und mal von April die Rede war.

    Am 14. März sind in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wichtige Landtagswahlen, die den Auftakt bilden für das Superwahljahr mit der Bundestagswahl am 26. September als Höhepunkt. Beide Wahlen sind nicht einfach für die CDU. Laschet und Söder haben jeweils erklärt, die K-Frage aber nicht vom Abschneiden der CDU bei diesen Landtagswahlen abhängig machen zu wollen.

    Laschet hatte der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» zudem gesagt: «Wir wissen beide, dass demoskopische Befunde zwar wichtig, aber längst nicht die einzige Grundlage für solche Entscheidungen sein können.» Entscheidend sei, «wer die grösste Chance hat, die Wahl für die Union zu gewinnen».

    Im Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts Kantar für die «Bild am Sonntag» sind die Werte der Union aktuell leicht gesunken, die der Grünen gestiegen. Die Umfrage, die teils nach Laschets Wahl erhoben wurde, ergab für CDU/CSU 35 Prozent, gegenüber der Vorwoche ein Minus von einem Punkt, und für die Grünen 20 Prozent, ein Plus von zwei. Die AfD rutscht um einen Punkt auf 9 Prozent. SPD (15 Prozent), Linkspartei (8) und FDP (7) bleiben unverändert.

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