Wahlkampf

    Söder räumt eigene Fehler im Wahlkampf 2021 ein - «Haben gelernt»

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    CSU-Chef Markus Söder hat nach dem Desaster der Union bei der Bundestagswahl 2021 eigene Fehler eingeräumt. «Ich weiss, 2021 war nicht unser bestes Jahr», sagte Söder am Samstag in einem Grusswort auf dem CDU-Parteitag in Hannover. Es seien Fehler gemacht worden, «natürlich auch von mir», räumte er unter dem Applaus der Delegierten ein. Söder sagte: «Wir haben daraus gelernt.» Der Neustart 2022 sei «nicht nur besser gelaufen, als es die Linken erhofft haben». Die Zusammenarbeit in Fraktion und Partei «ganz besonders mit Eurem Vorsitzenden, lieber Friedrich, läuft exzellent, besser, als wir beide es wahrscheinlich erwartet hätten».

    Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht nach einem Treffen der Ministerpräsidenten von Bayern und Hessen auf der Burg Alzenau. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
    Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht nach einem Treffen der Ministerpräsidenten von Bayern und Hessen auf der Burg Alzenau. Foto: Sebastian Gollnow/dpa - sda - Keystone/dpa/Sebastian Gollnow

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nicht wenige in der CDU geben Söder wegen dessen anhaltenden Sticheleien gegen den damaligen CDU-Chef und Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet im Wahlkampf 2021 eine Mitverantwortung am Scheitern bei der Bundestagswahl.

    Die Union war mit ihrem historisch schlechtesten Ergebnis von 24,1 Prozent nach 16 Jahren Regierungszeit von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in die Opposition gestürzt.

    Söder hatte die CDU-Delegierten gleich zu Beginn seiner Rede umschmeichelt und gesagt, er dürfe die herzlichen Grüsse «der kleinen Schwester CSU» überbringen. Mit Respekt habe er den Parteitag verfolgt. Das CDU-Treffen sei «ein tolles Signal gewesen von Entschlossenheit und Geschlossenheit». Es passe zur Union, «wenn wir uns unterhaken, wenn wir zusammenstehen».

    Einen Antrag des CDU-Nachwuchses von der Jungen Union, einen gemeinsamen Unionsrat von CDU und CSU zu schaffen, hatte der Parteitag zuvor gegen den Willen der JU an das Parteipräsidium überwiesen. Dieses soll das Thema nun mit der CSU erörtern. Die JU wollte unter anderem erreichen, dass in dem Gremium nach dem Machtkampf zwischen Söder und Laschet die Kür des nächsten Kanzlerkandidaten vorbereitet wird. JU-Chef Tilman Kuban hatte gewarnt, eine Überweisung komme einer Beerdigung des Antrages gleich.

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