Satirevideo «Racial Profiling» löst bei Politikern Empörung aus

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    Deutschland,

    Der Komiker Aurel Mertz hat ein Satirevideo veröffentlicht über «Racial Profiling». Mit der Aktion erntete er viel Kritik von Politikern.

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    Aurel Mertz auf Instagram. - Instagram/ @aurelmertz

    Das Wichtigste in Kürze

    • Aurel Mertz veröffentlichte ein Satirevideo zu «Racial Profiling».
    • Viele Politiker reagierten erzürnt darüber.

    Ein satirisches Video des öffentlich-rechtlichen Jugendangebots «Funk» über das Thema Polizeigewalt hat bei Politikern Empörung ausgelöst. Der Comedian Aurel Mertz hatte bereits am 11. Juli auf Instagram das zweieineinhalbminütige Filmchen veröffentlicht. Darin verdächtigen deutsche Polizisten einen dunkelhäutigen jungen Mann und erschiessen ihn schliesslich.

    Der junge Mann im Video hat nichts anderes getan, als behutsam sein Fahrrad aufzuschliessen. Zwei Polizisten spekulieren aber lange über mögliche Straftaten und ziehen dabei auch einen Farbfächer mit verschiedenen Hautfarben zu Rat. «Er ist auf jeden Fall zu hell für einen Drogendealer. Aber für einen Fahrraddieb - da wäre er gerade noch schwarz genug», sagt der Beamte zum Kollegen.

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    Der Ausschnitt aus dem Video mit dem Fächer der Hautfarben. - Twitter/ @aurelmertz

    Am Ende will der junge Mann seinen Fahrradpass zücken, um zu beweisen, dass ihm das Rad gehört. Er wird von einem Scharfschützen erschossen, doch der junge Mann trug weisse Tennissocken. Anhand dieser Tatsache entschliessen sich die Polizisten dann doch zu der Annahme, dass der Tote ein Deutscher sei. Daraufhin trauern sie heftig.

    Kritik von Politikern

    Mehr als 230'000 Mal ist das Video, das für Funk wirbt, abgerufen worden. Mehrere Innenpolitiker finden den Clip mit dem Namen «Racial Profiling» geschmacklos und unangemessen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) nannte das Video im Gespräch mit der «Bild»-Zeitung einen «Schlag ins Gesicht jedes Polizeibeamten».

    Die Darstellung von Polizisten «pauschal als ausländerfeindliche Dumpfbacken» sei «menschenverachtend». Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) findet es «vollkommen daneben, die Polizei unter einen Generalverdacht zu stellen», wie er «Bild» sagte. Innenexperte Christoph de Vries (CDU) nannte den Film über Rassismus bei der Polizei «staatszersetzenden Schund».

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    Der junge Mann schliesst sein Fahrrad auf, zwei Polizisten beobachten ihn. - Twitter/ @aurelmertz

    Aurel Mertz, der im Video das Polizeiopfer darstellt, verteidigte den Film: «Es geht nicht darum, die gesamte Polizei unter Generalverdacht zu stellen. Aber so lange uns Bilder wie aktuell aus Frankfurt und Düsseldorf erreichen. Und Racial-Profiling-Studien abgesagt werden, müssen wir den Finger in die Wunde legen», schrieb er auf Twitter.

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