Russland spricht von 3000 zivilen Opfern bei Kämpfen um Mariupol

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    Russland,

    Erstmals seit der Eroberung Mariupols durch Russland hat das Land selbst Zahlen von zivilen Opfern veröffentlicht.

    Gräber mit nicht identifizierten Leichen von Menschen, die während schwerer Kämpfe getötet wurden, sind auf dem Friedhof ausserhalb von Mariupol in der von Russland kontrollierten Region Donezk im Osten der Ukraine zu sehen. Foto: Alexei Alexandrov/AP/dpa
    Gräber mit nicht identifizierten Leichen von Menschen, die während schwerer Kämpfe getötet wurden, sind auf dem Friedhof ausserhalb von Mariupol in der von Russland kontrollierten Region Donezk im Osten der Ukraine zu sehen. Foto: Alexei Alexandrov/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Alexei Alexandrov

    Monate nach der blutigen Eroberung der ukrainischen Hafenstadt Mariupol hat Russland von 3000 getöteten Zivilisten gesprochen und damit erstmals eigene Schätzungen veröffentlicht.

    Die Schäden, die der Stadt bei der monatelangen Belagerung entstanden sind, bezifferte das russische Ermittlungskomitee in einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung zugleich auf 176 Milliarden Rubel (2,3 Milliarden Euro). Moskau machte für die Schäden und Verluste Kiew verantwortlich. Internationale Organisationen werfen hingegen Russland zahlreiche Kriegsverbrechen bei der Annexion Mariupols vor.

    Die Kämpfe um die im Gebiet Donezk gelegene Grossstadt Mariupol begannen unmittelbar nach Ausbruch des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine am 24. Februar. Die letzten ukrainischen Verteidiger der monatelang belagerten Stadt gingen am 20. Mai in russische Kriegsgefangenschaft. Nach Angaben Kiews sind durch den ständigen Artilleriebeschuss und die humanitäre Notlage, die durch die russische Belagerung entstand, Zehntausende Zivilisten ums Leben gekommen. Auch die EU und die Vereinten Nationen haben Moskau Kriegsverbrechen während der Kämpfe um Mariupol vorgeworfen.

    Aus russischer Sicht hingegen sind die ukrainischen Verteidiger der Stadt an den immensen Verlusten und Schäden schuld. Das russische Ermittlungskomitee unter Führung von Alexander Bastyrkin, einem engen Vertrauten von Kremlchef Wladimir Putin, behauptete am Freitag, dass die 3000 getöteten Zivilisten von ukrainischen Soldaten getötet worden. Die massiven Zerstörungen der zivilen Infrastruktur seien nur dadurch zustande gekommen, dass Kiew Wohn- und Krankenhäuser militärisch genutzt habe, teilte die Behörde nach einer Sitzung im besetzten Mariupol mit.

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