Russland nimmt Hyperschallrakete in Betrieb

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    Russland,

    Die Inbetriebnahme der Hyperschallrakete «Avantgarde» markiert ein bedeutendes Ereignis für das russische Militär.

    Wladimir Putin mit russischen Armeechefs.
    Wladimir Putin (M), Präsident von Russland, sieht sich mit russischen Armeechefs den Teststart der neuen Rakete «Avantgarde» an. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Russlands neue Hyperschallrakete «Avantgarde» ist nun einsatzbereit.
    • Die Rakete kann Geschwindigkeiten erreichen die 20 Mal so schnell wie der Schall sind.
    • Die Geschwindigkeit der Rakete mache ein Abfangen durch Abwehrsysteme unmöglich.

    Russlands Armee hat ihre neue Hyperschallrakete in den Dienst genommen. Verteidigungsminister Sergej Schoigu teilte mit, die neue Waffe «Avantgarde» sei nun einsatzbereit, wie die Zeitung «Komsomolskaja Prawda» (Samstag) berichtete. Dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge wurde Präsident Wladimir Putin am Freitag darüber informiert.

    Waffe bereits in Serienproduktion

    Schoigu sprach von einem bedeutenden Ereignis für Russland und sein Militär. Die neue Waffe ist demnach in der Region Orenburg im südlichen Ural stationiert. Vize-Verteidigungsminister Alexej Kriworutschko sagte am Samstag der Armeezeitung «Krasnaja Swesda», die Serienproduktion der Waffe sei bereits angelaufen.

    Nach früheren Angaben ist die Rakete mehr als 20 Mal so schnell wie der Schall. Bei diesen Geschwindigkeiten könne sie nicht von Abwehrsystemen abgefangen werden, hatte der Kremlchef gesagt. Bei einem Testflug vor einem Jahr vom Ural zu einem Testgelände in Kamtschatka am Ochotskisches Meer im Nordosten Russlands legte die «Avantgarde» eine Strecke von 6000 Kilometern zurück.

    Start russischer Hyperschallwaffe «Awangard»
    In dieser undatierten Aufnahme ist zu sehen wie eine ballistische Interkontinentalrakete von seinem Startgerät abhebt. Die Hyperschallwaffe «Awangard» sei am Freitag in den Kampfdienst gestartet, wie das russische Militär mitteilte. - dpa

    Russischen Medienberichten zufolge wurde die Rakete gemäss den Bestimmungen des Abrüstungsvertrages Start mit den USA Ende November amerikanischen Inspektoren gezeigt. Putin hatte die Waffe im März 2018 angekündigt. Sie sei eine Antwort auf Raketenabwehrsysteme der USA. Der Präsident hatte erst am Donnerstag gefordert, militärische Aktivitäten des Westens und die mögliche Stationierung von US-Raketen mittlerer und kürzerer Reichweite in Europa im Blick zu haben.

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