Russisches Militär meldet grossen Leichenfund in Fabrik Azovstal

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Das Stahlwerk Azovstal war lange die letzte ukrainische Festung in Mariupol. Tage nach der Einnahme meldet Russland nun den Fund Dutzender Leichen.

    Ukraine-Krieg Azovstal
    Ukraine-Krieg: Blick auf das Azovstal-Werk in der Hafenstadt Mariupol. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das russische Militär hat einen grossen Leichenfund in der Fabrik Azovstal gemeldet.
    • Die Toten wurden in einem Container mit nicht mehr funktionierender Kühlung gelagert.
    • Bei den 152 gefunden Leichen handelt es sich um gefallene ukrainische Kämpfer.

    Das russische Militär hat nach eigenen Angaben in den unterirdischen Bunkern der monatelang umkämpften Fabrik Azovstal mehr als 150 Leichen von ukrainischen Kämpfern gefunden.

    «In einem Container mit nicht mehr funktionierender Kühlung wurden 152 Leichen von gefallenen Kämpfern und Soldaten der ukrainischen Streitkräfte gelagert», sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Dienstag in Moskau.

    asow-stahl
    Ukrainische Gefangene werden im Ukraine-Krieg in Mariupol durchsucht. - Russian Defence Ministry/AFP

    Die ukrainische Führung habe bis heute keine Anfrage gestellt, die Toten zu überführen. Im Gegenteil, die russischen Truppen hätten unter den Leichen Minen entdeckt, mit denen der Container wohl auf Anweisung Kiews in die Luft gesprengt werden sollte, um Russland anzuschwärzen, behauptete Konaschenkow. Russland werde die Toten in Kürze Vertretern der Ukraine übergeben, erklärte er.

    Mariupol schon früh im Ukraine-Krieg eingekreist

    Die Hafenstadt Mariupol im Süden der Ukraine wurde bereits in den ersten Kriegstagen von russischen Truppen eingekreist. Infolge der Gefechte wurde die Stadt, in der vor dem Krieg 440'000 Menschen lebten, fast völlig zerstört.

    Ukraine Krieg russischer Soldat
    Ein russischer Soldat im Hafen von Mariupol. - AFP

    Die ukrainischen Verteidiger, von denen ein Teil zum rechtsextremistischen Asow-Regiment zählte, verschanzten sich nach schweren Rückzugsgefechten schliesslich im Stahlwerk Azovstal, ehe sich Mitte Mai die letzten Soldaten dort ergaben.

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    Die prorussischen Separatisten wollen ihnen nun den Prozess machen. Sie haben dabei auch gedroht, wegen des Vorwurfs von Kriegsverbrechen die Todesstrafe gegen die Kämpfer zu verhängen.

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