Russischer Besatzer berichtet von ukrainischer Eroberung eines Dorfes

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    Ukrainischen Streitkräften sei es gelungen, trotz grossen Verlusten, ein Dorf im Gebiete Saporischschja zurückzuerobern, melden russische Besatzer.

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    Immer wieder wird auch Saporischschja zum Ziel der russischen Streitkräfte (Symbolbild). - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Ukraine konnte in Saporischschja ein Dorf zurückerobern.
    • Solche Eingeständnisse auf russischer Seite sind eher selten.
    • Allerdings erwähnten die Besatzer auch die «grossen Verluste».

    Das ukrainische Militär hat nach Angaben der russischen Besatzungsmacht im Gebiet Saporischschja am Sonntag unter grossen Verlusten das Dorf Pjatychatky eingenommen.

    «Den ukrainischen Streitkräften ist es gelungen, es (das Dorf) unter seine Kontrolle zu nehmen», schrieb der Vertreter der moskautreuen Verwaltung, Wladimir Rogow, am Sonntag in seinem Telegram-Kanal. Die Angriffswelle des Gegners habe trotz kolossaler Verluste ihr Ergebnis gebracht, räumte Rogow ein.

    Solche Eingeständnisse auf russischer Seite sind eher selten. Rogow nutzte seine Mitteilung für den Hinweis, dass dabei Hunderte ukrainische Soldaten getötet worden seien. Eine Bestätigung von ukrainischer Seite gab es nicht.

    Schwere Gefechte dauern an

    Der Ort werde nun von russischer Seite mit Artillerie beschossen, teilte Rogow weiter mit. Ziel sei es, die Truppen Kiews komplett einzukesseln. Ihnen drohe die Vernichtung. Die schweren und blutigen Gefechte dauerten an. Russland hatte die Region Saporischschja annektiert. Die gleichnamige Gebietshauptstadt und andere Teile stehen unter ukrainischer Kontrolle.

    saporischschja
    Rettungskräfte im ukrainischen Saporischschja schauen auf die Trümmer eines zerstörten Wohnhauses. - Ukrinform/dpa

    Rogow behauptete ausserdem, an der Front in Saporischschja hätten sich ukrainische Kommandeure und Soldaten freiwillig in russische Kriegsgefangenschaft begeben. Er veröffentlichte ein Video, auf dem Männer mit kahlgeschorenen Köpfen in Uniform zu sehen waren. Sie stellten sich namentlich vor – und beschimpften im Chor – wie bei einem einstudierten Text – die ukrainische Militärführung. Die Echtheit der Aufnahme konnte zunächst nicht überprüft werden.

    Die ukrainischen Streitkräfte berichteten indes über Kämpfe in mehreren Richtungen an der Front. In den sozialen Netzwerken wurden Bildaufnahmen verbreitet, auf denen grosse Explosionen und ein Brand zu sehen waren. Demnach traf die Luftwaffe Kiews nahe der Stadt Henitschek ein grosses russisches Munitionsdepot im besetzten des Teil des Gebiets Cherson.

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