Rote Liste für Heuschrecken

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    Deutschland,

    Grashüpfer und Feldgrille sind bekannte Insekten. Ihr Bestand ist laut der Roten Liste in Deutschland nicht gefährdet. Anders ist es für Heuschrecken-Arten.

    Der Gemeine Grashüpfer ist noch nicht gefährdert, bei vielen Heuschreckenarten sieht das aber anders aus.
    Der Gemeine Grashüpfer ist noch nicht gefährdert, bei vielen Heuschreckenarten sieht das aber anders aus. - Patrick Pleul/dpa

    Rund ein Drittel der Heuschreckenarten in Deutschland gilt als bestandsgefährdet. Das geht aus der neuen Roten Liste für diese Arten hervor, wie das deutsche Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn mitteilte. Darin würden alle 82 als etabliert geltenden Heuschreckenarten und die einzige einheimische Fangschreckenart, die Europäische Gottesanbeterin, behandelt.

    Insgesamt gelten den Angaben zufolge 26 Arten oder 31,3 Prozent als bestandsgefährdet. Weitere 9 Arten (10,8 Prozent) seien noch nicht bestandsgefährdet, stünden aber auf der Vorwarnliste. Ungefährdet sind demnach derzeit 41 Arten. Dies entspricht der Hälfte der einheimischen Arten, darunter sind bekannte wie der Gemeine Grashüpfer, die Feldgrille und das Grüne Heupferd.

    Lebensräume in Gefahr

    Es gebe Gewinner und Verlierer: «Die Steppen-Beissschrecke muss mittlerweile als verschollen angesehen werden», erklärte das BfN. Der bisher ungefährdete Feld-Grashüpfer stehe nun auf der Vorwarnliste. Wärmeliebende Arten wie die Europäische Gottesanbeterin profitierten vom Klimawandel, sie breiteten sich in Deutschland weiter aus. Der Lebensraum des Sumpfgrashüpfers aber sei wegen der häufigeren Dürreperioden im Sommer durch den Klimawandel und durch den Einsatz von Entwässerungssystemen stark geschrumpft.

    «Viele Heuschreckenarten leiden darunter, dass ihre Lebensräume entweder ganz verschwinden, fragmentiert werden oder die Qualität stark verschlechtert ist», kommentierte BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm. Dies gelte vor allem für die intensiv genutzte Landschaft, aber auch für Naturschutzgebiete. Auch würden die Auswirkungen des Klimawandels immer deutlicher. Zu den Verlierern gehörten insbesondere Arten, die einen sehr feuchten Lebensraum oder ein kühles Bergklima benötigten.

    Die bundesweiten Roten Listen werden von dem Bundesamt herausgegeben und in dessen Auftrag vom Rote-Liste-Zentrum koordiniert.

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    Kommentare

    User #2279 (nicht angemeldet)

    Wen wunderts? Manche Bauern sehen diese als Schädlinge an und vergiften sie.

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