Ringen um Stonehenge-Tunnel: Gerichtssieg für Aktivisten

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    Grossbritannien,

    Im Ringen um den umstrittenen Bau eines Autobahntunnels in der Nähe des steinzeitlichen Monuments Stonehenge in England haben die Gegner des Projekts vor Gericht einen Sieg erzielt. Die Entscheidung des britischen Verkehrsministers Grant Shapps für den 3,2 Kilometer langen Tunnel sei ungesetzlich, urteilte ein Gericht in London am Freitag. Die Pläne hatten den Status von Stonehenge als Welterbestätte bedroht.

    stonehenge
    Der mythische Steinkreis Stonehenge in Grossbritannien. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Richter betonte, dass Minister Shapps bei seiner Entscheidung keine Alternativen berücksichtigt habe, um eine Lösung im Einklang mit der Welterbekonvention zu finden.

    In einem Bericht hatten Beamte vor ständigen, unumkehrbaren Schäden an dem Monument gewarnt, Shapps hatte dennoch das insgesamt 1,7 Milliarden Pfund (2 Mrd. Euro) teure Umbauprojekt unterstützt, das die Fahrzeit zwischen London und dem Südwesten verkürzen und den Verkehr in der Gegend entzerren soll. Verschiedene Organisationen, die sich gegen das Projekt engagiert hatten, nannten die Gerichtsentscheidung einen «gewaltigen Erfolg».

    Das zuständige Komitee der Unesco hatte auf seiner diesjährigen Tagung einen Beschluss verabschiedet, demzufolge Stonehenge im kommenden Jahr auf die Liste der gefährdeten Stätten gesetzt werden könnte, wenn der Bau des Tunnels wie bislang geplant vonstatten gehen sollte. Zudem hatte die Unesco der Hafenstadt Liverpool die Auszeichnung als Weltkulturerbe wegen eines Stadtentwicklungsvorhabens entzogen.

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