«Reichsbürger»-Szene: Mutmassliche Rädelsführer festgenommen

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    Zwei mutmassliche Rädelsführer einer «Reichsbürger»-Bewegung in Thüringen wurden festgenommen.

    Die Polizei hat die mutmasslichen Rädelsführer bereits einem Haftrichter vorgeführt.
    Die Polizei hat die mutmasslichen Rädelsführer bereits einem Haftrichter vorgeführt. (Symbolbild) - arifoto UG/dpa

    In Thüringen sind zwei mutmassliche Rädelsführer einer «Reichsbürger»-Gruppierung festgenommen worden. Den beiden 53 und 51 Jahre alten Männern wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung, versuchte Nötigung sowie versuchte Erpressung, jeweils in einem besonders schweren Fall, vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Mühlhausen mitteilte. Demnach nahm die Polizei die beiden bereits am Donnerstag fest und führte sie einem Haftrichter vor.

    Zuvor hatte das Oberlandesgericht Jena den Angaben zufolge den dringenden Tatverdacht bestätigt. Es sei davon ausgegangen, dass die Beschuldigten als sogenannte Rädelsführer agierten «und die kriminelle Reichsbürgervereinigung darauf ausgelegt war, die verfassungsmässige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland zu beseitigen», teilte die Staatsanwaltschaft mit. Das Landgericht Gera hatte die beiden Haftbefehle des Amtsgerichts Mühlhausen noch aufgehoben, das Oberlandesgericht kippte diese Entscheidung. «Reichsbürger» sind Menschen, die die Bundesrepublik und ihre demokratischen Strukturen nicht anerkennen.

    Festgenommene wollten eigene Rechts- und Fiskalordnung schaffen

    Die beiden Männer aus Mühlhausen und Erfurt sollen sich spätestens 2021 mit elf weiteren Beschuldigten aus Nordthüringen zu einer Gruppierung zusammengeschlossen zu haben. Dies, um sich eine eigene Rechts- und Fiskalordnung zu schaffen, so die Staatsanwaltschaft. Konkret soll die Gruppe systematisch Mahn- und Forderungsschreiben an sie abgelehnt haben.

    «Die entsprechenden, teilweise täglich eingereichten Schreiben sollten den jeweiligen Sachbearbeiter dazu bewegen, von der Geltendmachung der gegenüber den Beschuldigten bestehenden Forderungen Abstand zu nehmen», so die Staatsanwaltschaft. Nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft sollen Sachbearbeiter staatlicher Behörden teils erfolgreich unter Druck gesetzt worden sein. «Die ersparten Zahlungsverpflichtungen gehen nach derzeitigem Ermittlungsstand in die Millionenhöhe», hiess es in der Mitteilung.

    Kommentare

    User #9758 (nicht angemeldet)

    Schätze die als Intelligenter ein als die Ampel. Würden sich besser um 100 Tausende Messerattacken kümmern.

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