Raser im Visier - Polizei kontrolliert beim «Speed-Marathon»

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    Deutschland,

    «Speed-Marathon» klingt auf den ersten Blick wie ein Wettbewerb für Raser - soll aber genau das Gegenteil erreichen: Knapp ein Dutzend Bundesländer beteiligt sich heute an der europaweiten Blitzer-Aktion gegen Temposünder.

    Genau hingeschaut: Ein Polizist hantiert in Brandenburg mit einem Geschwindigkeitsmessgerät. Foto: Ralf Hirschberger
    Genau hingeschaut: Ein Polizist hantiert in Brandenburg mit einem Geschwindigkeitsmessgerät. Foto: Ralf Hirschberger - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Vorsicht Blitzer: Mit einer grossangelegten Aktion ist die Polizei am Mittwoch in mehreren Bundesländern gegen Raser vorgegangen.

    Am sogenannten Speed-Marathon sollten nach Angaben des europaweiten Polizei-Netzwerks Tispol 26 Länder teilnehmen.

    In Deutschland waren knapp ein Dutzend Bundesländer dabei, darunter Brandenburg, Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt.

    Eine konkrete Bilanz wird erst am Donnerstag erwartet, da die Aktionen an Hunderten Messstellen zum Teil bis in den späten Abend dauern sollten. In Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt wurde sogar 24 Stunden gemessen.

    So registrierte die Brandenburger Polizei bis 12 Uhr 843 Tempo-Verstösse, wie eine Sprecherin sagte. Ein Autofahrer auf der Bundesstrasse 1 bei Hoppegarten hatte es besonders eilig: Er sei mit 162 Kilometern pro Stunde erwischt worden. Erlaubt waren 80.

    Die Hamburger Polizei will am Donnerstag Verkehrssünder ins Visier nehmen. Die Aktion beginnt um 6 Uhr und wird nach Angaben der Polizei bis 22 Uhr dauern.

    Im vergangenen Jahr hatten sich laut Tispol europaweit 23 Länder beteiligt. Dabei seien mehr als drei Millionen Fahrzeuge kontrolliert und mehr als 250.000 Geschwindigkeitsverstösse registriert worden. Somit hatten sich 92 Prozent der beobachteten Fahrer an dem Verkehrssicherheitstag an das vorgeschriebene Tempo gehalten.

    Die Aktion geht auf eine Initiative Nordrhein-Westfalens zurück, wo es 2012 die ersten grossangelegten Geschwindigkeitskontrollen gab - damals unter dem Namen «24-Stunden-Blitz-Marathon». Das bevölkerungsreichste Bundesland macht nun aber nicht bei der Aktion mit. Im Laufe der Zeit beteiligten sich immer mehr Bundesländer. Zuletzt weitete sich die Aktion über Deutschland hinaus auf andere Länder Europas aus.

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