Prunkstücke des Grünen Gewölbes in Dresden

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    Zu den Prunkstücken des barocken Dresdner Schatzkammermuseums Grünes Gewölbe zählen die Schöpfungen von Hofjuwelier Johann Melchior Dinglinger (1644-1731), aber auch Elfenbeindrechseleien, Miniaturschnitzereien, Perlfiguren und Juwelen.

    Der 1701 bis 1708 geschaffene «Hofstaat von Delhi am Geburtstag des Grossmoguls Aureng-Zeb» gilt als Hauptwerk europäischer Juwelierkunst des Barock und ist eines der Prunkstücke im Grünen Gewölbe. Foto: Matthias Hiekel/dpa-Zentralbild/dpa
    Der 1701 bis 1708 geschaffene «Hofstaat von Delhi am Geburtstag des Grossmoguls Aureng-Zeb» gilt als Hauptwerk europäischer Juwelierkunst des Barock und ist eines der Prunkstücke im Grünen Gewölbe. Foto: Matthias Hiekel/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • - Der 1701 bis 1708 geschaffene «Hofstaat von Delhi am Geburtstag des Grossmoguls Aureng-Zeb» gilt als Hauptwerk europäischer Juwelierkunst des Barocks.

    Einige Prunkstücke:

    - Der 1701 bis 1708 geschaffene «Hofstaat von Delhi am Geburtstag des Grossmoguls Aureng-Zeb» gilt als Hauptwerk europäischer Juwelierkunst des Barocks. Auf einer über einen Quadratmeter grossen teils vergoldeten Bühne aus Silber sind 132 filigrane Figuren und 32 Geschenk-Gegenstände in emailliertem Gold arrangiert: Fürsten, Wesire, Würdenträger, Diener, Sklaven, Elefanten, Pferde, Jagdhunde. Verarbeitet wurden unter anderem 4909 Diamanten, 160 Rubine, 164 Smaragde, ein Saphir und 16 Perlen.

    - Das 1697 bis 1701 entstandene «Goldene Kaffeezeug», ein pyramidenförmig ansteigender Tafelaufsatz mit Trinkgefässen aus Gold und in fernöstlicher Ornamentik mit Emaille bemalt, ist eine der ersten Chinoiserien der deutschen Kunst.

    - Der «Mohr mit Smaragdstufe» ist eine 58 Zentimeter hohe Statue eines schwarzen jungen Mannes. Bildhauer Balthasar Permoser hatte sie um 1723 geschaffen, um ein mit Smaragdkristallen besetztes Gestein - ein Geschenk des Kaisers - zu präsentieren.

    - Die prächtigste mehrerer mit Edelsteinen besetzter Prunkschalen ist das 1704 geschaffene «Bad der Diana». Die aus Elfenbein geschnitzte Göttin der Jagd sitzt am hinteren Ende einer Schale aus Chalzedon, die reich mit Gold, Silber, Diamanten, Perlen und Email verziert ist.

    - Zu den Berühmtheiten gehört auch der Kirschkern mit «185 geschnitzten Köpfen», ein Schmuckanhänger aus dem 16. Jahrhundert. Nach neueren Zählungen sind es nur 113 »Angesichter und Köpfe» von Vertretern geistlichen und weltlichen Standes, was den Ruhm der Miniaturschnitzerei nicht schmälerte.

    - Die zehn erhaltenen Juwelengarnituren Friedrich August I. (der Starke). Die Ensembles aus Knöpfen, Schnallen, Hutzier, Orden, Achselschleifen oder Stockknöpfen sind mit Brillanten, Diamanten, Rubinen, Smaragden oder Saphiren besetzt, darunter der mit 541 Karat grösste blaue Saphir der Welt.

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