Paris möchte Touristen mit neuen Velo-Wegen in Stadtteile abseits der grossen Sehenswürdigkeiten locken und damit überlaufene Viertel entlasten.
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Paris will mit Velo-Wegen mehr Touristen in Stadtteile abseits der grossen Sehenswürdigkeiten locken. - Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit neuen Wegen will Paris die Velo-Touristen für sich gewinnen.
  • Gleichzeitig sollen überlaufene Viertel wie Montmartre und Marais entlastet werden.

Paris möchte für Velo-Touristen attraktiver werden und Besucher verstärkt in Stadtteile abseits der grossen Sehenswürdigkeiten locken. Ein «Entdecker-Tourismus» solle Gäste zu verborgenen Attraktionen, Geschäften und Künstlern führen. Gleichzeitig sollen überlaufene Viertel wie Montmartre und Marais entlastet werden. Dies kündigten die Stadt und das Tourismusbüro in Paris am Dienstag an.

Bei einem ersten Paris-Besuch wolle jeder den Eiffelturm sehen. Bei späteren Reisen hätten Besucher aber grosses Interesse, auch andere Aspekte von Paris kennenzulernen. Die Stadt wolle das Schaffen von Hotels abseits der touristischen Viertel unterstützen.

180 Kilometer Velo-Wege geplant

Zudem sollen zahlreiche weitere Stationen zum Abstellen von Velos eingerichtet. Rund 180 Kilometer weiterer Velo-Wege sollen geschaffen werden.

Die Umgestaltung wichtiger touristischer Bereiche in Paris solle Besuchern künftig mehr Raum bieten, kündigte die Stadt an. Geplant sei dies in der Umgebung der Kathedrale Notre-Dame, die nach einem Brand bis 2024 wieder restauriert sein soll. Auch der untere Bereich der Champs-Élysées soll umgestaltet werden. Auch die Umgebung des Eiffelturms sowie der gegenübergelegene Trocadero-Platz sollten attraktiver gestaltet werden, unter anderem mit einer Gepäckaufbewahrung für Touristen.

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Blick auf die Sacré-Coeur in Paris. Sie zählt zu den grössten Sehenswürdigkeit der französischen Hauptstadt. - Pexels

Nach der Corona-Pandemie zieht der Tourismus in Paris wieder kräftig an. Nach 38 Millionen Touristen 2019 hofft man in diesem Jahr wieder auf rund 33 Millionen Gäste. Dies sagte die Generaldirektorin des Tourismusbüros, Corinne Menegaux.

Gerade teurere Hotels seien bereits wieder sehr gut ausgelastet. Der Zustrom aus den USA liege fast wieder auf dem Niveau vor der Krise. Ein Trend sei, dass Besucher etwas länger in der Stadt blieben.

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