Pandaweibchen Meng Meng wurde künstlich besamt

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Die Zeitspanne, um eine Familie zu gründen, ist bei Grossen Pandas sehr kurz. Bei Pandaweibchen Meng Meng im Berliner Zoo war es nun so weit.

    Pandaweibchen Meng Meng lässt es sich im Zoo Berlin schmecken.
    Pandaweibchen Meng Meng lässt es sich im Zoo Berlin schmecken. - Paul Zinken/dpa

    Das Pandaweibchen Meng Meng ist von Experten im Berliner Zoo künstlich besamt worden, um die Nachwuchs-Chancen zu erhöhen. Meng Meng und ihr Partner Jiao Qing – das bundesweit einzige Pandapärchen – seien in der Nacht von Montag auf Dienstag unter Narkose gesetzt worden, teilte der Zoo mit und schrieb: «Daumen drücken für Panda-Baby(s)».

    Demnach hatten die Hormonwerte der Pandadame signalisiert, dass sie empfängnisbereit war. Das Zeitfenster dafür ist mit maximal 72 Stunden – in der Regel im Frühjahr – sehr kurz.

    Zunächst hatte es natürliche Paarungsversuche gegeben: Das elfköpfige Expertenteam habe Meng Meng mehrmals mit ihrem Partner Jiao Qing zusammengeführt. Sie habe Jiao Qing gegenüber allerdings gemischte Signale gezeigt. Damit sie ihn nicht verletzt, entschied sich das Team dann für eine künstliche Besamung, wie der Zoo erklärte. Zunächst sei Jiao Qing unter Narkose gesetzt worden, dann Meng Meng. Beide hätten die Prozedur gut überstanden.

    Gewissheit über Nachwuchs erst kurz vor der Geburt

    Die Gewissheit über Nachwuchs beim Grossen Panda erhalte man erst kurz vor der Geburt, sagte Zoodirektor Andreas Knieriem laut Mitteilung. «Die Bären müssen sich genügend Energiereserven anlegen, damit die Trächtigkeit erfolgreich verläuft.» Erst in spätestens sechs Monaten werde man erfahren, ob die Besamung erfolgreich war.

    Vergangene Woche waren Experten angereist, um bei der möglichen Fortpflanzung zu helfen – darunter extra zwei erfahrene Fachleute für Reproduktionsmedizin aus China. Dem Pandapärchen wurde schon einmal mit künstlicher Befruchtung auf die Sprünge geholfen. 2019 war die erste Panda-Geburt in einem deutschen Zoo überhaupt eine Sensation: Die Zwillinge Pit und Paule sind mittlerweile allerdings nicht mehr in Berlin. Sie wurden Ende vergangenen Jahres nach China geflogen. Damit ist in der Panda-Anlage im Zoo, die einst zehn Millionen Euro kostete, wieder Platz für Jungtiere.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Berlin

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    157 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Hotel Central Interlaken
    Nahost-Konflikt
    1 Interaktionen
    Berlin

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Oktoberfest 2026
    Rekord
    Oktoberfest
    Tragischer Unfall
    schokolade
    247 Interaktionen
    Wie geht das?
    Merz weidel
    122 Interaktionen
    Neue Umfrage