Oranje-Fürsten verdienten eine halbe Milliarde an Kolonien

    Keystone-SDA
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    Niederlande,

    Das niederländische Königshaus ist einer Studie zufolge über Jahrhunderte eine grosse Stütze des Kolonialismus gewesen und hat daran auch viel Geld verdient. Das Haus Oranien-Nassau stand demnach auch völlig hinter der Sklaverei.

    Königstag in den Niederlanden
    König Willem-Alexander, Prinzessin Ariane, Prinzessin Alexia, Königin Maxima und Prinzessin Amalia der Niederlande während der Feierlichkeiten zum Tag des Königs in Emmen, Niederlande, 2024. - keystone/EPA/SEM VAN DER WAL/POOL

    Die umfassende historische Untersuchung wurde in Leiden im Beisein von König Willem-Alexander präsentiert. Der König hatte selbst den Auftrag zu der Studie gegeben.

    Bis Mitte des 20. Jahrhunderts hatten die Oranje-Fürsten den Historikern zufolge keinerlei Bedenken und Kritik am Kolonialismus gehabt. «All diese Oranier hielten koloniale Kriegführung und die gewaltsame Unterdrückung von Aufständen für unvermeidlich und gerechtfertigt.» Es habe auch keine Einwände gegen Menschenhandel und Sklaverei gegeben, sagte der leitende Historiker Gert Oostindie.

    Die Oranier hatten der Studie zufolge umgerechnet fast 576 Millionen Euro (542 Millionen Franken) am Kolonialismus verdient, vor allem durch die ehemalige Kolonie Niederländisch-Indien – das heutige Indonesien. Am Sklavenhandel selbst hätten die Monarchen zwar kaum etwas verdient. Sie hätten das aber gewollt und auch investiert, allerdings ohne Erfolg.

    Erst unter Königin Juliana (1948-1980), der Grossmutter des heutigen Königs, wandelte sich die Haltung langsam. 1949 erkannten die Niederlande die Souveränität Indonesiens an.

    2023 hatte sich Willem-Alexander im Namen des Königsreiches für die Versklavung von Tausenden Menschen entschuldigt. Anlässlich des 150. Jahrestages der Abschaffung der Sklaverei hatte der Monarch auch um Vergebung dafür gebeten, dass seine Vorfahren nichts gegen das grausame System getan hätten.

    Der König nannte die Ergebnisse der Studie «erschütternd und konfrontierend». Er bekräftigte die Notwendigkeit, sich der Vergangenheit ehrlich zu stellen. «Ohne anzuerkennen, was geschehen ist, kommen wir nicht weiter.»

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    Kommentare

    User #4451 (nicht angemeldet)

    Wieso lachen die auf dem Bild - sind die etwa stolz auf sich selbst ? ? ? ? ? Die Kolonien sollten jedem Land und jedem Kontinent zurückgegeben werden. Alles andere ist jenseits.....

    User #2512 (nicht angemeldet)

    Was interessiert mich die Vergangenheit das jetzt und heute ist wichtig und da gibt es genug Kriegsverbrecher ,Diktatoren und Massen Mörder und Machtgiergien wie Trampel, Putin,Nordkoreaner und der Chines und es werden immer mehr gegen die sollte man endlich mal was machen, aber eben da hat mann die Hosen voll und motzt lieber gegen die Königshäuser und gegen diejenigen die damals noch nicht mal auf der Welt waren .

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