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    Online-Casinos legal - 1000 Euro Limit pro Monat

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    Deutschland,

    In Schleswig-Holstein sind bereits seit 2012 Internet-Casinos. Jetzt sind sie in ganz Deutschland erlaubt. Aber es gibt strenge Regeln und Auflagen.

    Der neue Glücksspiel-Staatsvertrag ist in Kraft getreten (Symbolfoto). Foto: Sina Schuldt/dpa
    Der neue Glücksspiel-Staatsvertrag ist in Kraft getreten (Symbolfoto). Foto: Sina Schuldt/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Online-Casinos sind seit diesem Donnerstag in ganz Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen legal.

    Wer im Netz an Glücksspielen teilnehmen will, braucht ein Spielkonto.

    Um Minderjährige auszuschliessen, muss man dafür unter anderem Angaben zu Namen und Alter machen, Veranstalter und Vermittler müssen die Daten prüfen. Grundsätzlich dürfen Spieler zudem nicht mehr als 1000 Euro im Monat auf das Spielkonto einzahlen und damit spielen. Das Limit gilt über alle Anbieter hinweg.

    Hintergrund ist der neue Glücksspiel-Staatsvertrag, der am 1. Juli in Kraft getreten ist. Er soll unter anderem den Jugend- und Spielerschutz gewährleisten und Schwarzmärkten entgegenwirken, wie es in dem Vertrag heisst, den alle Bundesländer ratifiziert haben. Schleswig-Holstein hatte bereits 2012 Internet-Casinos erlaubt.

    Online-Poker und virtuelle Automatenspiele dürfen nur mit einer Erlaubnis angeboten werden, die beim Land Sachsen-Anhalt beantragt werden kann. Veranstalter müssen dem Vertrag zufolge zudem auf eigene Kosten Software einsetzen, die frühzeitig erkennen kann, welche Spieler süchtig nach Glücksspielen werden könnten oder bereits süchtig danach sind. Betroffene können sich künftig übergreifend für Spielhallen, Spielbanken, Online-Casinos sowie Sportwetten sperren lassen. Dafür wird die zentrale Spielersperrdatei OASIS erweitert.

    Einschränkungen und Verbote bei der Werbung

    Direkt vor oder während der Live-Übertragung eines Sportevents ist die Werbung für Sportwetten zu diesem Spiel verboten. Aktive Sportler und Funktionäre dürfen ausserdem nicht mehr für Sportwetten werben. Werbung für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele ist von 6 bis 21 Uhr im Rundfunk und Internet ganz tabu.

    Künftig soll eine zentrale Glücksspielbehörde in Halle in Sachsen-Anhalt darüber wachen, dass die Anbieter die Regeln einhalten und Spieler geschützt werden. Sie wird allerdings erst zum Januar 2023 alle vorgesehenen Aufgaben übernehmen und soll unter anderem unerlaubte Glücksspiele technisch blockieren können und Zahlungen dafür unterbinden, wie das Innenministerium des Landes erklärte.

    Auf die Einsätze bei Glücksspielen in Online-Casinos wird künftig analog zu Renn- und Sportwetten ein Steuersatz von 5,3 Prozent erhoben. Kritiker wie der Deutsche Sportwettenverband führen unter anderem an, dass Spieler auf den Schwarzmarkt ausweichen könnten.

    Eine Glücksspielsucht oder problematisches Glücksspielverhalten haben einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge rund 430.000 Menschen in Deutschland.

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