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    Offizielle Gesundheitsinfos bei Google nun besser zu finden

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    Deutschland,

    Migräne, Darmkrebs, Covid-19: Mit einem Klick sollen die Menschen wesentliche Informationen auf aktuellem wissenschaftlichen Stand im Internet finden. Dazu arbeitet die Regierung mit einem IT-Giganten zusammen.

    Offiziell geprüfte Gesundheitsinformationen werden bei Google jetzt durch einen Info-Kasten hervorgehoben. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
    Offiziell geprüfte Gesundheitsinformationen werden bei Google jetzt durch einen Info-Kasten hervorgehoben. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei einer Google-Suche nach bestimmten Krankheiten finden Internetnutzer neuerdings offizielle geprüfte Informationen in einem prominent hervorgehobenen Info-Kasten.

    Das startete dazu nun eine Kooperation mit dem Internetkonzern. In dem Kasten sind die Antworten des Nationalen Gesundheitsportals «gesund.bund.de» zu sehen.

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, auch die Corona-Pandemie zeige, wie wichtig seriöse Gesundheitsinformationen seien. Er erwarte sich einen Bekanntheitsschub für das . «Wenn wir ein Interesse daran haben, objektive, fundierte, evidenzbasierte Informationen rüberzubringen, dann bringt es mir nichts, wenn wir bei Google an Stelle 783.000 auftauchen.» Gestartet werde das Info-Angebot mit den 160 häufigsten Krankheiten.

    Durch einen Link auf diese oben erscheinenden Info-Kästen gelangen Nutzer direkt zum Artikel im Gesundheitsportal. Die Informationen stammen etwa vom Deutsches Krebsforschungszentrum, dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, dem Robert-Koch-Institut oder von medizinischen Fachgesellschaften. Das Gesundheitsportal enthält zudem Beiträge zu Themen wie Pflege oder Prävention.

    Der Vizepräsident von Google Zentral-Europa, Philipp Justus, sagte, personenbezogene oder andere Daten würden nicht an das Bundesgesundheitsministerium oder andere Behörden weitergegeben. Die Angebote des Bundesgesundheitsportals würden eingebunden. Jeder Nutzer könne sich entscheiden, ob er per Klick auf das Portal gehe. «Darüber hinaus werden keine Daten miteinander geteilt.» Die üblichen Datenschutzstandards von Google würden gelten. «Jeder Nutzer kann immer selbst entscheiden, was mit seinen Daten passiert, die Suchanfragen entweder aufbewahren oder löschen, einzelne Suchen löschen, die ganze Suchhistorie löschen.»

    Spahn sagte am Beispiel der Eingabe von «Migräne»: «Google weiss bei dieser und nach dieser Kooperation nicht mehr und nicht weniger als wenn Sie «Migräne» vor der Kooperation eingegeben hätten.» Zur Kooperation mit Google insgesamt meinte er, es sei nun einmal eine Tatsache, dass die grosse Mehrheit der Deutschen jeden Tag Google nutze.

    Die Corona-Pandemie zeigt laut Spahn auch über das neue Angebot hinaus den Mehrwert fürs Digitale im Gesundheitswesen insgesamt. Viel mehr Ärzte und Patienten nutzten etwa Onlinesprechstunden. Die elektronische Patientenakten hätte bei der Bewältigung von Covid-19 auch helfen können. Nun werde sie aber wie geplant zum 1. Januar Zug um Zug starten.

    Spahn kündigte einige Neuerungen an. So solle es ein digitales Symptomtagebuch geben, also ein webbasiertes Angebot für Ärzte und Patienten mit Covid-19, das ständige Anrufe ersetzen könne.

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