Niederlande: Teil-Lockdown wird noch strenger

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    Die bereits ergriffenen Massnahmen scheinen nicht genug: Die niederländische Regierung wird den Teil-Lockdown weiter verschärfen.

    Niederlande Lockdown
    Eine Kneipenstrasse in Eindhoven. - sda - Keystone/ANP/Rob Engelaar

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die im Teil-Lockdown ergriffenen Massnahmen in den Niederlanden werden noch strenger.
    • Dazu gehören etwa Reisewarnungen und die Schliessung öffentlicher Gebäude.
    • Die Neuinfektionen sanken am Dienstag erstmals unter 8000, dies sei aber noch nicht genug.

    Die Niederlande haben die Massnahmen im Teil-Lockdown weiter drastisch verschärft. «Bleiben Sie so viel wie möglich zu Hause», mahnte der niederländische Premier Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag. Bewegungen im Land müssten möglichst reduziert werden. «Gehen Sie nicht zum Spass shoppen», sagte Rutte.

    Alle öffentlichen Gebäude werden geschlossen. Ausserdem sollen Bürgerinnen und Bürger bis Mitte Januar nicht ins Ausland reisen. Deutschland wurde zum Risikogebiet erklärt und von nicht dringend notwendigen Reisen abgeraten. Reisende aus Deutschland müssen nach ihrer Heimkehr für zehn Tage in Heim-Quarantäne.

    Coronavirus - Niederlande
    Eine Frau mit Mundschutz geht an einem Schild mit Informationen über die Maskenpflicht vorbei. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aufgrund des Coronavirus ist an belebten Orten in Amsterdam Pflicht. - dpa

    Nun werden nach den Gaststätten auch Museen, Theater, Schwimmbäder, Vergnügungsparks und Zoos geschlossen. Auch der persönliche Kontakt wird stark reduziert.

    In der Öffentlichkeit sind nur noch Treffen von maximal zwei Personen erlaubt, bisher waren das noch vier. Auch privat sollen nur noch zwei Gäste am Tag empfangen werden. Die Verschärfungen sollen vorerst zwei Wochen gelten.

    «Es ist noch nicht genug»

    Bei der Bekämpfung der Pandemie gebe es zwar vorsichtige positive Tendenzen, sagte der Premier. «Aber das ist sicher noch nicht genug.»

    Am Dienstag war die Zahl der Neuinfektionen erstmals seit knapp drei Wochen unter 8000 gesunken. Bei den Behörden wurden 7776 Fälle in 24 Stunden gemeldet, wie das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM mitteilte. Das sind 529 Fälle weniger als am Vortag.

    rotterdam
    Ein Laden für Atemschutzmasken gegen das Coronavirus in Rotterdam. - ANP/AFP/Archiv

    Doch der Druck auf die Krankenhäuser nimmt nach Angaben der Behörden weiter zu. Die Zahl der Patienten auch auf Intensivstationen stieg stark an. Krankenhäuser mussten bereits ihre Operationssäle schliessen und einen Aufnahmestopp verhängen.

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