NATO

    Nato-Staaten beraten in Sondersitzung über Russland

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Russisches Militär marschiert in der Nähe der Ukraine auf, Russland stellt Forderungen an die Nato. Diese reagiert mit einer Sondersitzung.

    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg soll eine Sondersitzung über Russland leiten. Foto: Roman Koksarov/Pool AP/dpa/Archivbild
    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg soll eine Sondersitzung über Russland leiten. Foto: Roman Koksarov/Pool AP/dpa/Archivbild - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Aussenminister der 30 Nato-Staaten wollen am Freitag per Videokonferenz über den russischen Truppenaufmarsch in Nähe der Ukraine und die von Moskau geforderte Vereinbarung über neue Sicherheitsgarantien beraten.

    Die für 14.00 Uhr terminierte Sondersitzung werde von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg geleitet, teilte das Militärbündnis am Dienstag mit. Nach Ende der Gespräche sei dann gegen 16.15 Uhr eine Pressekonferenz geplant.

    Hintergrund der Beratungen sind unter anderem die bevorstehenden Treffen mit Vertretern Russlands. So soll es in der kommenden Woche Gespräche von Unterhändlern aus Moskau und Washington in Genf geben. Für den 12. Januar ist zudem eine Tagung des Nato-Russland-Rats angesetzt. Bei ihr soll es erstmals seit rund zweieinhalb Jahren wieder einen Austausch zwischen Vertretern der Nato-Staaten und Russlands geben. Es wird erwartet, dass die Aussenminister den Kurs für die Beratungen vorgeben.

    Forderungen Russlands

    Von russischer Seite will Vize-Aussenminister Alexander Gruschko teilnehmen, wie die Staatsagentur Tass meldete. Zuvor hatte der Kreml bereits die Teilnahme Moskaus an den Gesprächen bestätigt. Mit dabei seien Vertreter des Aussen- und Verteidigungsministeriums.

    Russland will erreichen, dass sich die Nato-Staaten verpflichten, auf dem Gebiet der Ukraine und anderer Staaten Osteuropas, des Südkaukasus und in Zentralasien militärische Handlungen zu unterlassen. Zudem wird direkt auch ein Verzicht auf die Aufnahme der Ukraine in die Nato gefordert.

    Im Militärbündnis wird mittlerweile davon ausgegangen, dass der aktuelle russische Militäraufmarsch in der Nähe der Ukraine in direkter Verbindung mit den Forderungen Moskaus steht. Demnach soll Angst vor einem russischen Einmarsch in die Ukraine geschürt werden, um die Nato zu Zugeständnissen zu bewegen. Nato-Generalsekretär Stoltenberg hatte zuletzt immer wieder betont, dass das Bündnis gesprächsbereit sei, sich aber nicht von Russland vorschreiben lassen werde, wen es aufnimmt und wen nicht.

    Borrell: Bündnispartner frei wählen

    Unterdessen betont der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell, die Ukraine habe die Freiheit der Bündniswahl. «Wie jedes andere Land auf der Welt hat die Ukraine das Recht und die Freiheit, ihre Bündnisse und Partnerschaften in Bezug auf Politik und Sicherheit selbst zu wählen», sagte Borrell der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Niemand werde ohne die Ukraine über Angelegenheiten entscheiden, die das Land direkt betreffen.

    Borrell unterstreicht erneut, sollte Russland sich zu einer Aggression gegen die Ukraine entschliessen, sei die EU zu energischem Handeln bereit. «Die Situation ist im erweiterten Kontext nicht nur eine Bedrohung der Stabilität und Sicherheit der Ukraine, sondern der gesamten Region», sagt er.

    Borrell reist heute in die Ukraine und wird dort bis Donnerstag bleiben. Zusammen mit dem ukrainischen Aussenminister Dmytro Kuleba wird er zunächst die Konfliktgebiete in der Ostukraine besuchen, danach begibt er sich nach Kiew.

    Kommentare

    Weiterlesen

    rossmann
    104 Interaktionen
    Drogeriekette in Bern
    sdf
    68 Interaktionen
    Stau

    MEHR IN NEWS

    Kreuzlingen TG
    Kreuzlingen TG
    1 Interaktionen
    Aarau
    Biontech
    2 Interaktionen
    Biontech

    MEHR NATO

    breuer
    30 Interaktionen
    General Breuer
    29 Interaktionen
    Kopenhagen
    6 Interaktionen
    Kopenhagen
    donald trump
    13 Interaktionen
    Berlin

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Grüne Berlin
    1 Interaktionen
    Für Sondierungen
    Alexander Dobrindt
    2 Interaktionen
    Berlin
    Jens Spahn
    34 Interaktionen
    Druck zu gross?