Erdbeben

    Erdbeben: Mindestens 22 Tote im Osten der Türkei

    AFP
    AFP, Simon Binz

    Türkei,

    Ein Erdbeben der Stärke 6,8 erschütterte am Freitag den Osten der Türkei. Die Zahl der Todesopfer ist inzwischen auf 22 gestiegen.

    Erdbeben Türkei
    Ein Erdbeben der Stärke 6.7 hat am Freitagabend die Osttürkei erschüttert. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein schweres Erdbeben hat den Osten der Türkei erschüttert.
    • Das Beben mit der Stärke 6,8 kostete mindestens 22 Menschen das Leben.
    • Über 900 Verletzte sind gemeldet und rund 30 Menschen sollen verschüttet sein.

    Laut Katastrophenschutz kamen 18 Menschen in Elazig ums Leben und vier Personen in der Provinz Malatya. Insgesamt seien mindestens 922 Menschen in sieben Provinzen verletzt worden.

    Die Zahl der Todesopfer teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca über Twitter mit. Auch die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete in der Nach von mindestens 22 Toten.

    Erdbeben hatte Stärke von 6,8

    Das Beben war enorm und erreichte auf der Skala eine Stärke von 6,8. Das türkische Fernsehen zeigte Bilder von Menschen, die in Panik auf die Strasse liefen.

    Innenminister Süleyman Soylu hatte zuvor laut der Nachrichtenagentur Anadolu von vier Toten und mehreren eingestürzten Gebäuden gesprochen.

    Turkey Earthquake
    Rund 500 Menschen sollen bei dem schweren Erdbeben verletzt worden sein, Medien berichten zudem von 30 Verschütteten. - keystone

    Das Beben ereignete sich gegen 20.55 Uhr (18.55 Uhr MEZ) in Sivrice, wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte. Es habe 30 Nachbeben gegeben; mehr als 400 Rettungsteams seien auf dem Weg in die Region.

    Die 4000-Einwohnerort Sivrice liegt südlich der Stadt Elazig an einem See und ist eines der beliebtesten Touristenziele in der Region. Das Beben war in mehreren Teilen des Ostens der Türkei nahe der Grenzen zum Irak und Syrien zu spüren.

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    Mehr als 500 Verletzte und rund 30 Verschüttete

    Medien wie der Staatsender TRT berichteten unter Berufung auf Behörden von rund 30 Menschen, die unter Trümmern von eingestürzten Gebäuden verschüttet liegen sollen.

    Der 68-jährige Zekeriya Gunes aus der Stadt Elazig berichtete, ein Haus in seiner Strasse sei eingestürzt. «Jeder ist draussen, es war sehr stark, sehr furchteinflössend.»

    Die 39-jährige Ferda berichtete der Nachrichtenagentur AFP, sie sei in Panik geraten und habe nicht gewusst, ob sie raus in die Kälte oder drinnen bleiben solle. «Es dauerte ziemlich lange, vielleicht 30 Sekunden.»

    In der Türkei kommt es immer wieder zu schweren Erdbeben, da das Land auf mehreren seismischen Platten liegt. Am 17. August 1999 waren bei einem Erdbeben der Stärke 7,4 in Izmit, Istanbul und anderen Orten mehr als 17'000 Menschen ums Leben gekommen.

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