Mehr Firmenpleiten 2023 - und es könnte schlimmer werden

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Corona-Folgen, hohe Energiepreise und gestiegene Zinsen fordern Tribut: Die Zahl der Firmenpleiten steigt. Droht jetzt eine «Insolvenzwelle»?

    17.814 Unternehmen meldeten im Jahr 2023 Insolvenz an.
    17.814 Unternehmen meldeten im Jahr 2023 Insolvenz an. - Martin Gerten/dpa

    Nach dem Auslaufen von Corona-Sonderregeln ist die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland amtlichen Zahlen zufolge im vergangenen Jahr wieder gestiegen. 17.814 Unternehmen meldeten im Jahr 2023 Insolvenz an und damit gut ein Fünftel (22,1 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

    Die Wiesbadener Statistiker wiesen darauf hin, dass die Zahl im langjährigen Vergleich sehr niedrig sei: Im Jahr 2009 während der Finanz- und Wirtschaftskrise waren fast 33'000 Unternehmen hierzulande in die Zahlungsunfähigkeit gerutscht. Auch verglichen mit dem Jahr 2019, dem Jahr vor Ausbruch der Coronapandemie in Deutschland, war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2023 geringer: um 5,0 Prozent.

    Experten rechnen damit, dass im laufenden Jahr die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland weiter auf etwa 20'000 Fälle steigen wird. Geschwächt von den Corona-Jahren, hohen Energiepreisen und gestiegenen Zinsen geraten immer mehr Firmen in Deutschland in Schieflage. Zudem sind Ausnahmeregelungen ausgelaufen, mit denen der Staat versucht hatte, eine Pleitewelle während der Pandemie abzuwenden.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    schweiz firmenpleiten
    7 Interaktionen
    Insolvenzen

    MEHR IN NEWS

    Kanton Obwalden
    Kanton Obwalden
    Hurrikan Trudy
    Mexiko-Stadt
    srg
    3 Interaktionen
    Sparmassnahmen

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Lufthansa
    2 Interaktionen
    Frankfurt/Main
    sdf
    1 Interaktionen
    Köln
    1 Interaktionen
    Köln
    Armin Mueller-Stahl
    Rüsselsheim