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    Media Markt und Saturn schliessen 13 Filialen

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    Deutschland,

    Auch im Ausland will der Elektronikkonzern Ceconomy Filialen dicht machen. Eine Schliessungswelle dementiert die Konzernspitze allerdings. In Innenstädten seien neue Markt-Konzepte geplant.

    Der Konzern hinter Media-Markt und Saturn will mit neuen Filialkonzepten für Innenstädte auf geänderte Kundenbedürfnisse eingehen. Foto: Armin Weigel/dpa
    Der Konzern hinter Media-Markt und Saturn will mit neuen Filialkonzepten für Innenstädte auf geänderte Kundenbedürfnisse eingehen. Foto: Armin Weigel/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Elektronikkonzern Ceconomy schliesst eine Reihe seiner Filialen in Deutschland.

    Insgesamt würden in dem noch bis Ende September laufenden Geschäftsjahr 13 Media-Markt- und Saturn-Filialen dicht gemacht, sagte Finanzvorstand Florian Wieser. Hinzu kämen zehn bis 15 Filialen in Ausland. Der Manager bemühte sich, Sorgen über eine weitere Schliessungswelle zu zerstreuen. Es sei kein grösseres Restrukturierungsprogramm geplant. Insgesamt werde es in Zukunft eher mehr als weniger Standorte geben.

    Tatsächlich plant der Elektronikhändler neue Marktformate, um den nach der Pandemie veränderten Kundenbedürfnissen Rechnung zu tragen. «Lange Zeit galt das Credo mehr Fläche und mehr Produkte führen zu mehr Kunden und Umsatz. So einfach ist das heute nicht mehr», sagte der Chef von Ceconomy und MediaMarktSaturn, Karsten Wildberger.

    Kleinere Märkte in Innenstädten

    In den Innenstädten könnten deshalb kleinere Märkte von Media-Markt und Saturn entstehen, die mit einem ausgewählten Sortiment und digitaler Anbindung weniger Fläche benötigen. Ausserdem liebäugelt Wildberger mit Shop-in-Shop-Konzepten, bei denen ein kleines Elektroniksortiment etwa in SB-Warenhäusern präsentiert wird. Nach oben hin könnten «Lighthouse-Märkte» mit grosser Fläche das Angebot abrunden.

    Erste Tests der Konzepte finden bereits im Ausland statt. Doch auch in Deutschland dürften die ersten Neuerungen im kommenden Jahr zu finden sein.

    Im Moment hat auch Ceconomy mit der Corona-Krise zu kämpfen. Zwar konnte der Elektronikhändler seine Umsätze im abgelaufenen Quartal dank guter Geschäfte vor allem in Spanien, Italien und in der Türkei sowie des boomenden Onlinehandels um acht Prozent auf 4,4 Milliarden Euro steigern. Doch operativ rutschte der Konzern tiefer in die Verlustzone.

    Geschäft litt unter coronabedingten Schliessungen

    Der bereinigte operative Fehlbetrag (Ebit) stieg von 45 Millionen im Vorjahreszeitraum auf 93 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Verlust von 67 Millionen Euro. Vor allem das Geschäft in Deutschland litt unter den monatelangen coronabedingten Ladenschliessungen.

    Wildberger, der sei zwei Wochen an der Spitze des Unternehmens steht, zeigte sich trotz der durchwachsenen Zahlen verhalten optimistisch. «Mein erster Eindruck ist: Das Unternehmen ist grundsätzlich auf dem richtigen Weg, aber es gibt sehr viel zu tun.»

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