Ein mit einem «Polizei»-Umhängeband bekleideter 44-Jähriger hat im englischen Barrow eine Frau angehalten und gesagt, er nehme sie wegen Drogenhandels fest.
Polizei London
Polizisten in London. (Symbolbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Wegen seiner Aktion muss der 44-Jährige nun für 22 Wochen in Haft.
  • Der Fall sorgt für Aufsehen, weil er an den Mord an Sarah Everard erinnert.

Knapp eine Woche nach der Verurteilung des Mörders von Sarah Everard hat sich in England ein Mann als Polizist ausgegeben und eine Frau gestoppt – deshalb muss er für 22 Wochen in Haft. Der 44-Jährige hatte – bekleidet mit einem blauen «Polizei»-Umhängeband – im nordwestenglischen Barrow eine Frau angehalten und gesagt, er nehme sie wegen Drogenhandels fest.

Die Frau wandte sich jedoch an einen Passanten, und der 44-Jährige floh. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der Fall sorgt für Aufsehen, weil er an den Mord an Everard erinnert. Sie war von einem Polizisten verschleppt, vergewaltigt und getötet worden, der die 33-Jährige mithilfe seines Dienstausweises gestoppt hatte.

In Barrow hatte der 44-Jährige die Vorwürfe zunächst bestritten und von einem «Scherz» gesprochen. Er wurde nur zwei Tage nach dem Vorfall wegen betrügerischen Auftretens als Polizist und Angriffs verurteilt. «Auf diese Weise von jemandem angesprochen zu werden, der fälschlicherweise behauptet, ein Polizist zu sein, muss für das Opfer äusserst beängstigend gewesen sein, vor allem so kurz nach der Verurteilung (von Everards Mörder) vergangene Woche», sagte der regionale Polizeichef Matt Pearman.

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