Der CDU/CSU-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat nach dem letzten grossen TV-Schlagabtausch mit seinen Rivalen von SPD und Grünen erneut vor Rot-Rot-Grün nach der Bundestagswahl in Deutschland an diesem Sonntag gewarnt.
CDU-Kandidat Armin Laschet bei einem Auftritt in Delbrück. Foto: Friso Gentsch/dpa
CDU-Kandidat Armin Laschet bei einem Auftritt in Delbrück. Foto: Friso Gentsch/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • «Rot-Grün stand eng zusammen.

Man hätte nur noch die Linke dazustellen können, dann wäre die neue Wunschkoalition von (SPD-Kanzlerkandidat) Olaf Scholz sichtbar geworden: Rot-Rot-Grün«, sagte der CDU-Chef am Montag vor einer Sitzung des Präsidiums seiner Partei in Berlin. Die Union werbe um jene, die das nicht wollten. »Und mein Gefühl ist: Es ist eine grosse Mehrheit in Deutschland, die das, was wir gestern Abend erlebt haben, nicht will.«

Das TV-Triell am Sonntagabend habe «noch einmal deutlich gemacht: Es wird eine Richtungsentscheidung», sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident. In einer nach der Sendung veröffentlichten Blitz-Umfrage unter Zuschauern stimmten auf die Frage, wer alles in allem das Triell bei ProSieben, Sat.1 und Kabeleins gewonnen habe, 42 Prozent für Scholz. Auf Platz zwei landete Laschet mit 27 Prozent. Annelena Baerbock von den Grünen kam auf 25 Prozent.

Bei der Bundestagswahl am Sonntag geht es um die Nachfolger von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die nicht mehr antritt. In den Umfragen liegt die SPD mit Kanzlerkandidat Scholz vorne, wenngleich auch sie nicht über 25 Prozent hinauskommt. Die Regierungsbildung könnte nach der Wahl schwierig werden.

Mit Blick auf die Aussage von Bundesfinanzminister Scholz im Finanzausschuss des Bundestages zu den Geldwäsche-Ermittlungen im Zusammenhang mit einer Zollbehörde sagte Laschet: «Es gibt eine Menge Aufklärungsbedarf zur Aufsicht bei Geldwäsche.» Anders als erwartet war Scholz am Montagvormittag doch persönlich in dem Ausschuss erschienen.

FDP, Grüne und Linke hatten die Sondersitzung des Gremiums beantragt, nachdem die Osnabrücker Staatsanwaltschaft eine Durchsuchung beim Finanz- und beim Justizministerium veranlasst hatte. Hintergrund der Aktion sind Ermittlungen gegen Mitarbeiter der FIU, einer Anti-Geldwäsche-Spezialeinheit des Zolls in Köln, die Scholz' Finanzministerium zugeordnet ist.

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