Landen Organe von ukrainischen Soldaten-Leichen auf Schwarzmarkt?

    Dominik Neuhaus
    Dominik Neuhaus

    Ukraine,

    Eine Angehörige eines gefallenen ukrainischen Soldaten wirft Russland im Zusammenhang mit einem Leichenaustausch brutale Kriegsverbrechen vor.

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    Im Ukraine-Krieg wird regelmässig ein Austausch von Leichen gefallener Soldaten vollzogen. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Ukraine und Russland tauschen im Krieg die Leichen gefallener Soldaten aus.
    • Russland soll dabei mehreren Leichen ihre Organe entnommen haben.
    • Laut einer Angehörigen seien diese dann auf dem Schwarzmarkt verkauft worden.

    Es sind schwerwiegende Vorwürfe: Russland soll den Leichen gefallener ukrainischer Soldaten Organe entnommen haben, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Dies berichtet die «Bild» am Sonntag.

    Im Ukraine-Krieg tauschen die beiden Parteien regelmässig die toten Körper gefallener Soldaten aus. Damit sie zur Bestattung zurück in ihr Heimatland kommen. Russland soll beispielsweise schon mehr als 2500 ukrainische Leichen zurückgebracht haben.

    Glaubst du, dass der Ukraine-Krieg bald ein Ende findet?

    Beim letzten Austausch dann aber der Schock: Mehrere Leichen von gefallenen ukrainischen Kämpfern kamen ohne ihre Organe zurück. Dies machten Angehörige publik.

    Die Frau eines Kriegsgefangenen traf sich laut der Boulevard-Zeitung in der türkischen Hauptstadt Ankara mit dem dortigen ukrainischen Botschafter. Die Türkei agiert bei den Gefangenenaustauschen zwischen Russland und der Ukraine als Vermittlerin.

    Bei dem Treffen erklärte die Frau: «Wir wissen schon länger, dass die Russen uns im Rahmen des Austauschs die Leichen gefolterter Gefangener übergeben.»

    Damit jedoch nicht genug: «Inzwischen haben wir die Gewissheit, dass wir auch Leichen bekommen, denen die inneren Organe entnommen wurden.» Dazu gehören laut der Frau Lebern, Nieren oder Herzen.

    Russland soll Organe auf dem Schwarzmarkt verkaufen

    Sie hegt den Verdacht, dass die gestohlenen Organe dann auf dem Schwarzmarkt verkauft würden. Angesichts der Tatsache, dass in Russland auf legalem Weg nur wenig Menschen ihre Organe spenden, erscheint dies auch durchaus plausibel.

    Beim Organraub handelt es sich um ein schweres Kriegsverbrechen und einen klaren Verstoss gegen internationales Recht. Jedoch hat die Vergangenheit schon gezeigt, dass die russische Führung wenig auf solche Vereinbarungen gibt.

    Wiederholt klagten Kriegsgefangene, sie hätten in der russischen Haft Folter erlebt. Immer wieder wurden erschreckende Bilder öffentlich: Viele, die es schafften aus der Haft zu entkommen, waren sichtlich abgemagert.

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