Kretschmer gegen Öffnung von Nord Stream 2

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    Deutschland,

    «Ein vergiftetes Angebot»: Sachsens Ministerpräsident findet klare Worte, mit denen er sich gegen die Öffnung von Nord Stream 2 ausspricht.

    Stellt sich klar gegen die Öffnung von Nord Stream 2: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.
    Stellt sich klar gegen die Öffnung von Nord Stream 2: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. - Robert Michael/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hält trotz der Gaskrise nichts von einer Öffnung der Pipeline Nord Stream 2.

    Die Offerte von Russlands Präsident Wladimir Putin, sie für den Transport von Gas nach Deutschland zu nutzen, sei «ein vergiftetes Angebot», sagte Kretschmer dem «Tagesspiegel». Nord Stream 1 funktioniere und die Reduktion der Gasmenge sei eine Reaktion auf die verhängten Sanktionen.

    FDP-Vize Wolfgang Kubicki hatte sich in einem am Freitag veröffentlichten Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) für die Öffnung der Ostseepipeline Nord Stream 2 ausgesprochen, um die Gasspeicher für den Winter zu füllen. Der Vorstoss war auch in seiner eigenen Partei auf Ablehnung gestossen.

    Folgen der hohen Energiepreise

    Sachsens Regierungschef warnte allerdings vor den massiven Folgen der hohen Energiepreise: «Diese Energiepreise zerstören alles, was die Grundlage ist, für unsere gesunde Wirtschaft und sozialen Frieden.» Die Bundesregierung dürfe nicht «ideologiegetrieben» handeln, sondern müsse alle Kapazitäten bei Braunkohle, Wasserkraft, Biomasse und Atomkraft nutzen. Zugleich sprach Kretschmer sich erneut dafür aus, auch in Deutschland die umstrittene Fracking-Methode einzusetzen, um Erdgas zu gewinnen. «Heimisches Fracking-Gas wäre eine Möglichkeit, um die Abhängigkeit von Russland und auch vom Weltmarkt zu reduzieren», sagte der CDU-Politiker.

    Kretschmer war vor einigen Wochen selbst mit Äusserungen zum Umgang mit Russland und den wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs in die Kritik geraten - auch innerhalb seiner eigenen Partei. Er forderte, Deutschland müsse im Krieg zwischen Russland und der Ukraine vermitteln und erwirken, «dass dieser Krieg eingefroren wird». Man brauche weiter russische Rohstoffe.

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