Kreml

    Kreml lobt Selenskyj und wartet neuen US-Kurs ab

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Russland,

    Der Kreml hat sich kürzlich positiv zu der Verhandlungsbereitschaft von Präsident Selenskyj geäussert und signalisiert, dass er offen für Gespräche ist.

    Kremlsprecher Dmitri Peskow
    Kremlsprecher Dmitri Peskow rechnet damit, dass die USA die Ukraine in dem Krieg weiter unterstützen. (Archivbild) - Vyacheslav Prokofyev/Sputnik Kremlin Pool via AP/dpa

    Der Kreml hat sich positiv über die jüngsten Äusserungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu möglichen Verhandlungen im Krieg der beiden Länder geäussert. «Dies ist sicherlich besser als Aussagen, dass jegliche Kontakte mit der russischen Seite und mit dem russischen Staatschef ausgeschlossen sind», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. «Natürlich ist es viel besser, in dem einen oder anderen Ton von Dialog zu reden, als über die Absicht zu sprechen, bis zum letzten Ukrainer zu kämpfen.»

    Selenskyj hatte zuvor in einem Interview der BBC gesagt, auch mit Kremlchef Wladimir Putin sprechen zu können, obwohl er das eigentlich selbst per Dekret ausgeschlossen hat. Selenskyj bekräftigte in dem Interview die prinzipielle Bereitschaft, mit russischen Vertretern auf einem neuen Friedensgipfel zu verhandeln. «Und ob das Putin sein wird oder nicht, macht keinen Unterschied», sagte er.

    Peskows Reaktion auf Selenskyjs Aussagen

    Peskow meinte, es bleibe abzuwarten, was konkret hinter den Äusserungen Selenskyjs stecke. Russland hatte eine Teilnahme an einem Friedensgipfel Selenskyjs abgelehnt und auch seine Legitimation als Präsident infrage gestellt. Als Reaktion auf die russische Annexion der ukrainischen Gebiete Cherson, Saporischschja, Donezk und Luhansk im Herbst 2022 hatte Selenskyj Verhandlungen mit Putin per Dekret für unmöglich erklärt.

    Peskow machte zudem wie bereits in der Nacht deutlich, dass Russland sich nach dem Ausscheiden von US-Präsident Joe Biden aus dem US-Präsidentschaftswahlkampf abwartend und beobachtend verhalte. Solange Biden im Amt bleibe, werde sich an der US-Hilfe für die Ukraine nichts ändern, was den Krieg in die Länge ziehe. «Da ist nichts Gutes zu erwarten», sagte Peskow. «Das führt nicht zur Lösung im Konflikt um die Ukraine.» Für Russland habe Vorrang, seine eigenen Ziele in dem Nachbarland bis zum Ende zu verfolgen.

    Die Rolle von Harris

    Gleichwohl sei für Moskau die Zukunft der russisch-amerikanischen Beziehungen von grosser Bedeutung, weil diese «jetzt die schlimmste Zeit ihrer Geschichte durchmachen». Zur Rolle von US-Vizepräsidentin Kamala Harris, die Biden als Kandidatin vorschlägt, äusserte sich Peskow ebenfalls zurückhaltend.

    Sie habe sich bisher nicht durch einen konkreten Beitrag zum Verhältnis der beiden Länder hervorgetan, sondern nur durch ziemlich unfreundliche Bemerkungen über Russland.

    Kommentare

    User #6528 (nicht angemeldet)

    Na geht doch. Selensky sucht Friedensgespräche.

    Weiterlesen

    Ukraine Krieg
    7 Interaktionen
    Kiew meldet sich

    MEHR IN NEWS

    Ernährung
    12 Interaktionen
    Ernährungsinitiative
    Neutralität
    165 Interaktionen
    Neutralität
    3 Interaktionen
    Frankreich-Tour

    MEHR KREML

    selenskyj
    49 Interaktionen
    Selenskyj
    11 Interaktionen
    Moskau
    Russland
    34 Interaktionen
    In der Ukraine
    Peskow Putin ukraine
    38 Interaktionen
    Offen für Gespräche

    MEHR AUS RUSSLAND

    Juri Dmitrijewf
    3 Interaktionen
    Moskau/Berlin
    putin
    813 Interaktionen
    Aufatmen?
    nestlé zwangsverwaltung
    49 Interaktionen
    St. Petersburg
    Marina Vlady
    Mehr als 80 Filme