Konjunkturdaten: Bremsspuren zum Jahresende

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Die deutsche Wirtschaft hat sich trotz heftigen Gegenwinds im vergangenen Jahr behauptet. Zum Jahresende dürfte Europas grösster Volkswirtschaft allerdings der Schwung ausgegangen sein.

    Das Statistische Bundesamt veröffentlicht heute vorläufige Zahlen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal.
    Das Statistische Bundesamt veröffentlicht heute vorläufige Zahlen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal. - Monika Skolimowska/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Rekordinflation und Energiepreisschock haben die deutsche Wirtschaft zum Ende des vergangenen Jahres belastet.

    Nach ersten Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes deutet sich nach drei Wachstumsquartalen in Folge für die letzten drei Monate 2022 eine Stagnation an. Vorläufige Zahlen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal veröffentlicht heute die Wiesbadener Behörde.

    Insgesamt behauptete sich Europas grösste Volkswirtschaft im vergangenen Jahr trotz des Gegenwinds infolge des Ukraine-Krieges. Das BIP stieg nach vorläufigen Zahlen um 1,9 Prozent. Das ist zwar weniger als ein Jahr zuvor, als die Wirtschaftsleistung nach dem Corona-Crash um 2,6 Prozent zulegte. Doch die lange Zeit düsteren Prognosen erfüllten sich nicht. Die deutsche Wirtschaft übertraf trotz aller Belastungen erstmals das Niveau vor der Corona-Krise.

    Verbraucher und Unternehmen wieder zuversichtlicher

    Volkswirte schätzen inzwischen auch die Aussichten für 2023 längst nicht mehr so trüb ein wie nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar vergangenen Jahres. Auch Verbraucher und Unternehmen sind wieder etwas zuversichtlicher.

    Nach Einschätzung vieler Ökonomen wird die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr allenfalls leicht schrumpfen. Weil der Staat Privathaushalte und Unternehmen mit Milliardensummen bei den kräftig gestiegenen Energiekosten entlastet, erwarten manche Ökonomen ein leichtes Wirtschaftswachstum. Die Bundesregierung rechnet mit einem Plus von 0,2 Prozent beim BIP.

    Die Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik zum Jahreswechsel 2022/23 dürfte kürzer und milder ausfallen als noch im Herbst erwartet, hiess es im Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung. Dazu beigetragen hätten auch staatliche Stabilisierungsmassnahmen für Haushalte und Unternehmen sowie deren Anpassungen an die hohen Energiepreise und die damit verbundenen Einsparungen von Gas.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    KI
    25 Interaktionen
    Gefahr
    Campingfeuer Bella Italia
    12 Interaktionen
    «Fire!»

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    159 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Hotel Central Interlaken
    1 Interaktionen
    Nahost-Konflikt
    2 Interaktionen
    Berlin

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Oktoberfest 2026
    Rekord
    Oktoberfest
    Tragischer Unfall
    schokolade
    247 Interaktionen
    Wie geht das?
    Merz weidel
    122 Interaktionen
    Neue Umfrage