Kein bedingungsloses Grundeinkommen in Österreich

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    Österreich,

    Ein Volksbegehren für ein bedingungsloses Grundeinkommen wurde im österreichischen Parlament nicht behandelt. Grund dafür sind die fehlenden Unterschriften.

    bedingungsloses Grundeinkommen
    Ein bedingungsloses Grundeinkommen wird in Deutschland diskutiert. - pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Initiant hat in Österreich Unterschriften für ein Volksbegehren gesammelt.
    • Darin ging es um ein bedingungsloses Grundeinkommen.
    • Ins Parlament kommt das Begehren aber nicht, da zu wenig Unterschriften gesammelt wurden.

    In Österreich hat ein Volksbegehren für das bedingungslose Grundeinkommen die Hürde für die Behandlung im Parlament verfehlt. Bis Montag habe der Initiator nur knapp 70'000 Unterschriften für sein Anliegen gesammelt, berichtete die Nachrichtenagentur APA.

    30'000 Unterschriften fehlten

    Die Agentur berief sich auf das Innenministerium in Wien. Um dem Parlament vorgelegt zu werden, hätte das Volksbegehren in den vergangenen sieben Tagen mindestens 100'000 Unterstützer gebraucht.

    Unterstützt wurde das bedingungslose Grundeinkommen laut APA nur von 1,1 Prozent der mehr als 6,3 Millionen Unterzeichnungsberechtigten. Das Auszählungsergebnis ist nach Angaben der Nachrichtenagentur noch vorläufig; die endgültigen Zahlen werden demnach am 16. Dezember vom Innenministerium bekannt gegeben.

    Initiant ohne Unterstützung

    Das Volksbegehren für das bedingungslose Grundeinkommen hatte der Grazer Privatmann Peter Hofer initiiert. Ganz ohne Verein oder Partei im Hintergrund. Medienberichten zufolge hat er kürzlich sein zwölftes Studium begonnen.

    Hofer fordert, dass jeder österreichische Staatsbürger ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1200 Euro monatlich erhält. Bezüglich der Finanzierung hat er schon ganz klare Vorstellungen. «Eine Finanztransaktionssteuer in der Höhe von 0,94 Prozent aller in Österreich getätigten Finanztransaktionen» soll das bedingungslose Grundeinkommen ermöglichen.

    In Schweiz gescheitert

    Ein bedingungsloses Grundeinkommen wollte in der Schweiz auch die Zürcher Gemeinde Rheinau für ein Jahr lang testen. Das für das laufende Jahr geplante Projekt kam jedoch nicht auf die Beine, weil die Finanzierung Ende 2018 scheiterte. Statt der nötigen 6,1 Millionen Franken waren bei einem Crowdfunding nur rund 150'000 Franken Spenden zusammengekommen.

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