Kartellamt erlaubt Lekkerland-Übernahme durch Rewe

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    Österreich,

    Das Bundeskartellamt hat grünes Licht für die Übernahme des Lebensmittelgrosshändlers Lekkerland durch die Rewe-Gruppe gegeben.

    Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen die Übernahme des Lebensmittelgrosshändlers Lekkerland durch die Rewe-Gruppe. Foto: Andreas Gebert/dpa
    Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen die Übernahme des Lebensmittelgrosshändlers Lekkerland durch die Rewe-Gruppe. Foto: Andreas Gebert/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Lekkerland-Gruppe ist auf die Belieferung von Tankstellen und Kiosken mit Tabakwaren und Lebensmitteln spezialisiert.

    «Im Bereich Grosshandel mit Lebensmitteln kommen Rewe und Lekkerland auch gemeinsam nur auf unbedenkliche Marktanteile von unter 10 Prozent», begründete Kartellamtspräsident Andreas Mundt die Entscheidung. Die Zustimmung der österreichischen Wettbewerbsbehörde steht dagegen noch aus.

    Die Lekkerland-Gruppe ist auf die Belieferung von Tankstellen und Kiosken mit Tabakwaren und Lebensmitteln spezialisiert. Ihr Umsatz betrug 2018 rund drei Milliarden Euro in Deutschland und fünf Milliarden Euro in Europa. Auch Rewe ist in dem Segment bereits aktiv. So beliefert der Konzern im Rahmen seines Konzepts Rewe To Go rund 500 Aral-Tankstellen mit Lebensmitteln. Doch ist dies für Rewe bislang noch ein eher kleines Geschäftsfeld.

    Durch die Übernahme will der Konzern sein Standbein bei der Unterwegsversorgung stärken. «Die Unterwegsversorgung und der Ausserhaus-Verzehr gehören zu den stärksten Trends unserer Branche und werden zukünftig eine noch wichtigere Rolle spielen», hatte Rewe-Chef Lionel Souque bei der Bekanntgabe der Pläne im Mai gesagt.

    Das Bundeskartellamt betonte, durch die Übernahme sei Rewe zwar in Zukunft bei der Belieferung von Tankstellen und Kiosken der stärkste Anbieter. Doch beschränke die starke Nachfragemacht der grossen Mineralölgesellschaften die Preisfestsetzungsspielräume des Konzerns, und auch für andere Kunden gebe es hinreichend Ausweichmöglichkeiten.

    Auch im Verhältnis zwischen Rewe und den Lebensmittelherstellern sehen die Wettbewerbshüter durch den Zusammenschluss keine gravierende Verschlechterung der Situation. Zwar sei Rewe schon heute einer der drei grössten Abnehmer in der Branche. Doch bleibe der Zuwachs durch Lekkerland mit weniger als 0,5 Prozent gering.

    In Österreich muss Rewe dagegen noch zittern. Die Wiener Bundeswettbewerbsbehörde BWB berichtete, in Österreich hätten Marktteilnehmer erhebliche Bedenken gegen den Zusammenschluss geäussert, vor allem was die Belieferung von Tankstellen angehe. Deshalb werde eine Verlängerung der Prüffrist um zwei Wochen erwogen. Derzeit liefen Gespräch über mögliche Auflagen im Zusammenhang mit der Fusion.

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