Karliczek drückt bei Wasserstoff-Strategie aufs Tempo

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    Deutschland,

    Wasserstoff soll einen grossen Anteil der Energieversorgung der Zukunft ausmachen. Noch ringt die Bundesregierung aber um die entsprechende Strategie. Nun prescht die Forschungsministerin vor.

    Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: «Stehe mit ganzer Kraft für eine grüne Energieversorgung ein.». Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
    Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: «Stehe mit ganzer Kraft für eine grüne Energieversorgung ein.». Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) fordert für die geplante Wasserstoffstrategie der Bundesregierung eine umfassende Lösung.

    «Wir können uns keine Halbherzigkeit leisten», sagte Karliczek der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. In der Bundesregierung wird angestrebt, dass die Strategie am kommenden Mittwoch das Bundeskabinett passiert. Allerdings gibt es noch unterschiedliche Positionen.

    Im Entwurf der Strategie von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) heisst es, für eine zügige Verbreitung von Wasserstofftechnologien müsse auch «blauer» Wasserstoff eine Rolle spielen. Damit ist Wasserstoff gemeint, der mit fossilem Erdgas gewonnen wird. Das dabei entstehende Kohlendioxid (CO2) soll abgeschieden und deponiert werden - von dieser Technologie halten die meisten Klima- und Umweltschützer aber wenig. «Grüner» Wasserstoff stammt aus erneuerbaren Energien und wird von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) befürwortet.

    Nun sagte auch Karliczek, höchste Zeit sei es, in grossem Stil auf «grünen» Wasserstoff zu setzen. Karliczek betonte, die hohen Anteile von fossiler und Kernenergie müssten bei einem Ausstieg aus der Atomenergie und Kohleverstromung nun schnell ersetzt werden. «Wir müssen jetzt energisch und nicht halbherzig in den grünen Wasserstoff einsteigen», so die CDU-Politikerin. Deutschland müsse hier weltweit zum Vorreiter werden. «Unser Anspruch ist eine sichere Energieversorgung zu einem bezahlbaren Preis», sagte Karliczek. «Ich stehe mit ganzer Kraft für eine grüne Energieversorgung ein.»

    Konkret forderte die Forschungsministerin «ambitionierte Ziele» - also die Formulierung von Mengenzielen in der Strategie. «Und wir brauchen Leute am Ruder, die jetzt mit Durchschlagskraft den grünen Wasserstoff, unsere Energieversorgung der Zukunft, auf allen Ebenen vorantreiben», forderte Karliczek. «Deshalb kämpfe ich für eine grüne Wasserstoff-Taskforce, die die Beschlüsse des Wasserstoffrates mit ganzer Kraft umsetzt.»

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