IS-Miliz bekennt sich zu Anschlag mit zwölf Toten im irakischen Kerbela

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    Irak,

    Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu einem Bombenanschlag mit zwölf Toten nahe der zentralirakischen Stadt Kerbela bekannt.

    Anschlagsopfer in Kerbela
    Anschlagsopfer in Kerbela - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bombenattentat wenige Wochen vor schiitischem Fest mit Millionen Pilgern.

    Die am Freitagabend erfolgte Explosion in einem Bus an einem Kontrollpunkt gehe auf ihr Konto, teilte die IS-Miliz am Samstag mit. Der Anschlag forderte 12 Todesopfer. Fünf weitere Menschen wurden verletzt.

    Die irakischen Sicherheitsbehörden teilten am Samstag mit, sie hätten einen Mann festgenommen, der die Bombe in dem Bus platziert haben soll, bevor er ausstieg. Die rund 100 Kilometer südlich von Bagdad gelegene Stadt Kerbela ist den Schiiten heilig.

    Nach dreijährigen erbitterten Kämpfen hatte die irakische Regierung den IS Ende 2017 für besiegt erklärt. Dennoch verübt die sunnitische IS-Miliz immer wieder Anschläge in dem Land, vorzugsweise an Kontrollpunkten.

    Diesen Monat waren hunderttausende Schiiten aus dem Irak, dem Iran, aber auch aus weiter entfernten Ländern wie Indien nach Kerbela gepilgert, um das Aschura-Fest zu feiern. Für Ende Oktober werden Millionen Pilger zum Arbain-Fest erwartet, mit der die alljährliche 40-tägige Trauerzeit für den im siebten Jahrhundert ermordeten Imam Hussein endet. Dieser wird von den Schiiten als Märtyrer und zentrale Figur ihres Glaubens verehrt.

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