IEA rechnet für 2021 mit Rekord für Stromerzeugung aus Kohle

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    Frankreich,

    Die Energieagentur IEA rechnet für dieses Jahr mit einer Produktion von 10.350 Terawattstunden Strom weltweit - ein Höchstwert. Der Zuwachs hat den Fachleuten zufolge zwei Gründe.

    Stromerzeugung aus Kohle könnte 2021 der Internationalen Energieagentur IEA zufolge um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa
    Stromerzeugung aus Kohle könnte 2021 der Internationalen Energieagentur IEA zufolge um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Stromerzeugung aus Kohle könnte 2021 der Internationalen Energieagentur IEA zufolge einen Rekordwert erreichen.

    Insgesamt gehen die Fachleute für dieses Jahr von einer Produktion von 10.350 Terawattstunden Strom weltweit aus, wie sie in einem am Freitag veröffentlichten schrieben. Dies wäre ein Anstieg von neun Prozent und ein Höchstwert. IEA-Geschäftsführer Fatih Birol sprach von einem besorgniserregenden Zeichen dafür, wie weit die Welt in ihren Bemühungen, die Emissionen zu senken, vom Weg abgekommen sei. Ohne starke und sofortige Massnahmen von Regierungen gegen Kohleemissionen werde man kaum eine Chance haben, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

    Wirtschaftserholung und Gaspreise

    Als Grund für den Zuwachs bei der Stromauszeugung aus Kohle in diesem Jahr sieht die IEA die schnelle Wirtschaftserholung, die die Stromnachfrage in die Höhe getrieben habe. Auch der Anstieg der Gaspreise habe die Nachfrage nach Strom aus Kohle angekurbelt. Allerdings wiesen die Fachleute in dem Bericht auch daraufhin, dass der Anteil der Kohle am weltweiten Strommix mit erwarteten 36 Prozent hinter dem Höchstwert von 41 Prozent im Jahr 2007 zurückbleiben dürfte.

    Im kommenden Jahr könnte die Nachfrage nach Kohle allgemein, also nicht nur auf Strom bezogen, dem Bericht zufolge ebenfalls einen Höchstwert erreichen. Für 2021 wird ein Nachfragezuwachs von sechs Prozent prognostiziert. Damit läge der Bedarf noch unter dem der Jahre 2013 und 2014.

    Im November hatte die UN-Klimakonferenz in Glasgow die Staaten der Welt erstmals dazu aufgefordert, den Ausstieg aus der Kohle einzuleiten. Die Erklärung von rund 200 Staaten fordert zudem, «ineffiziente» Subventionen für Öl, Gas und Kohle zu streichen. Die Länder verpflichteten sich auch gemeinsam dem Ziel, die Erderwärmung bei 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu stoppen.

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