Heckler & Koch macht so viel Gewinn wie noch nie

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Auf seinem steilen Wachstumskurs hat der Gewehrfabrikant Heckler & Koch die nächsten Firmen-Höchstwerte verbucht. Wie das Unternehmen aus Oberndorf am Neckar südwestlich von Stuttgart mitteilte, lag der Umsatz im ersten Halbjahr 2026 bei 263,9 Millionen Euro und damit 47,1 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

    heckler und kcoch
    Auf seinem steilen Wachstumskurs hat der Gewehrfabrikant Heckler & Koch die nächsten Firmen-Höchstwerte verbucht. - keystone

    Seinen Gewinn konnte das Unternehmen mehr als verdreifachen: Waren es zuvor noch 11,8 Millionen Euro, so schoss der Wert ein Jahr später auf 40,8 Millionen in die Höhe.

    Hintergrund der Entwicklung sind die höheren Verteidigungsausgaben von Nato-Staaten seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine 2022. Zu den Kunden von HK gehören neben der deutschen Bundeswehr auch Frankreich, das inzwischen ebenfalls auf eine Waffe der Schwarzwälder Firma als Standard-Sturmgewehr seiner Armee setzt, und Nachbarstaaten Russlands, etwa Norwegen und die baltischen Staaten.

    Der Auftragseingang der deutschen Firma lag im ersten Halbjahr bei 260 Millionen Euro und damit etwas niedriger als zuvor. Ein echter Dämpfer war das allerdings nicht, weil im Juli eine grosse Bestellung der Bundeswehr einging: Ende vergangenen Jahres bewilligte der Bundestag eine Aufstockung eines Sturmgewehr-Rahmenvertrages von zuvor 120'000 auf nun 250'000 Stück.

    Im Juli erfolgte der Abruf des kompletten Rahmenvertrages, das füllte die Auftragsbücher beträchtlich. Heckler & Koch wird die Waffen schrittweise ausliefern und dafür noch jahrelang Geld in die Kassen bekommen.

    Die Waffenschmiede hat mehr als 1400 Beschäftigte, die meisten davon sind im Stammwerk im Nordschwarzwald tätig. In den USA hat die Firma ein kleines Montagewerk für Pistolen, das etwas ausgebaut werden soll.

    Im Zeitraum 2020 bis 2025 hatte HK eigenen Angaben zufolge rund 100 Millionen Euro investiert. Die Ausgaben werden nun deutlich gesteigert: Ende 2025 folgte ein weiteres Investitionsprogramm, das Ausgaben von 230 Millionen Euro bis Ende 2028 vorsieht. Es geht dabei etwa um neue Maschinen, moderne Infrastruktur und effizientere Arbeitsabläufe. «Innovation und Wachstum gehen dabei Hand in Hand», sagt Firmenchef Jens Bodo Koch.

    Heckler & Koch fertigt Sturmgewehre, Maschinengewehre, Pistolen, Maschinenpistolen und Granatwerfer. Neben der Armee ist auch die Polizei ein wichtiger Kunde. Zu den Wettbewerbern gehören Beretta aus Italien und der zur tschechischen CZ-Gruppe gehörende US-Waffenhersteller Colt, Haenel aus Thüringen und Sig Sauer aus den USA.

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    Kommentare

    User #6865 (nicht angemeldet)

    Wen wunderts, wenn die ganze Welt überall am aufrüsten ist; dass dann ausgerechnet eine Bude die seit jeher Pistolen, MP's & Gewehre baut & verkauft, jetzt neue rekordverdächtige Umsätze verbucht ! Wenigstens noch EINE Bude, der in diesem maroden deutschen Staat, noch nicht gleich die Pleite droht... !

    User #3810 (nicht angemeldet)

    Alles und jeder rüstet auf und bereitet sich auf Unruhen und Krieg vor. Und Europa will mit Dekarbonisierung die Welt retten...

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