Greta Thunberg

    Greta Thunberg: In einer Krise müssen sich alle etwas zurücknehmen

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    Schweden,

    Klima-Aktivistin Greta Thunberg findet, dass sich die Menschen in der Corona-Krise so verhalten, wie es sein soll. Das eröffne neue Dimensionen.

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    Greta Thunberg: In einer Krise müssen sich alle etwas zurücknehmen. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Greta Thunberg sagt, dass sich in einer Krise alle etwas zurücknehmen müssen.
    • Die Art, wie mit der Corona-Krise umgegangen werde, eröffne ganz neue Dimensionen.

    Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat Verständnis für die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die internationale Klimaproteste gezeigt. «Eine Krise ist eine Krise - und in einer Krise müssen alle ein paar Schritte zurücktreten und im Sinne des Besten für die Gesellschaft und unsere Mitmenschen handeln», sagte die 17-Jährige am Mittsommer-Samstag im Sommerprogramm des schwedischen Radios.

    In der Corona-Krise agiere die Menschheit plötzlich so, wie es sein müsse, sagte Thunberg: Internationale Krisengipfel würden einberufen, immense Krisenpakete verabschiedet. Die Menschen veränderten ihr Verhalten und ihre Gewohnheiten grundlegend, die Medien berichteten ausschliesslich über Corona und die Politik arbeite zum Wohle aller zusammen. «Dieses Krisenmanagement eröffnet eine vollkommen neue Dimension», sagte Thunberg.

    Corona erschwert Klimaproteste für Umweltbewegung

    Wegen der Pandemie und der damit verbundenen Versammlungsbeschränkungen können seit Monaten keine grösseren Klimaproteste auf den Strassen stattfinden, wie sie nach dem Vorbild Thunbergs das Jahr 2019 geprägt hatten. Thunberg und ihre Mitstreiter in aller Welt versuchen deshalb, mit Hilfe von Online-Protesten und kleineren Aktionen vor Ort auf den fortwährenden Kampf gegen die Klimakrise aufmerksam zu machen und mehr Klimaschutz einzufordern.

    Das Sommerprogramm des schwedischen Radiosenders P1 ist in Thunbergs Heimatland alljährlich eine der beliebtesten Radiosendungen. Darin füllen Prominente jedes Jahr das Programm mit Beiträgen und von ihnen ausgewählter Musik. Thunberg war die erste Rednerin des diesjährigen Programms und die jüngste Sommerrednerin überhaupt.

    Die Sendung mit Thunberg war bereits vor der offiziellen Ausstrahlung am frühen Samstagnachmittag per Podcast verfügbar. Darin sprach Thunberg auch über ihre Atlantiküberfahrt nach New York City, ihre aufregenden Monate in den USA und die emotionale Rede («How dare you?»), die sie im September 2019 bei den Vereinten Nationen gehalten hatte. «In der UN-Vollversammlung spricht man vermutlich nur einmal im Leben», sagte die junge Schwedin. Deshalb habe sie sich entschlossen, das Beste daraus zu machen - damit sie sich in 60 oder 70 Jahren nicht darüber ärgere, zu wenig gesagt zu haben. Deshalb hätten ein paar Gefühle in die Rede hineingespielt.

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