Absturz

    Germanwings: Wurden Handys von Opfern nach Absturz manipuliert?

    Noah Schibli
    Noah Schibli

    Frankreich,

    Die Handys von Opfern des Flugzeug-Absturzes der Germanwings 2015 wurden offenbar manipuliert. Die Ermittler sollen Daten von den Geräten gelöscht haben.

    Germanwings
    Blumen vor der Gedenkstätte der Germanwings-Opfer. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach dem Germanwings-Absturz 2015 wurden die Handys der Opfer offenbar manipuliert.
    • Ermittler sollen Daten von den Geräten gelöscht haben.

    150 Menschen starben bei dem Absturz einer Germanwings-Maschine im März 2015. Damals hatte der Copilot das Flugzeug der Germanwings absichtlich gegen das Bergmassiv Trois Évêchés in Frankreich gesteuert.

    Nun kommen schwere Vorwürfe gegen die Ermittler auf: Diese sollen die elektronischen Geräte der Opfer nachträglich manipuliert haben. Sich darauf befindende Daten sollen gelöscht worden sein. Dies berichtet die «Bild».

    Die Gedenkstätte für die Opfer des Flugzeugabsturzes des Germanwings Fluges 4U 9525.
    Die Gedenkstätte für die Opfer des Flugzeugabsturzes des Germanwings Fluges 4U 9525. - dpa

    «Es wurde definitiv nach dem Absturz manipuliert», sagt Experte Mario Krolow gegenüber der «Bild» nach der Untersuchung eines der Handys. «Der NAND-Speicher, der als Festplatte des Handys dient, wurde entnommen.» Krolow ist ein Fachmann für elektronische Datenverarbeitung, der schon im Auftrag von deutschen Behörden, wie der Bundesdruckerei gearbeitet hat.

    Ermittler sollen Geräte manipuliert haben

    Nun stellt sich die Frage, wer die Handys manipuliert hat. Angenommen wird, dass es die Ermittler waren. Womöglich, um die Angehörigen zu schonen. Eine Anfrage von «Bild» blieb jedoch unbeantwortet.

    Die Lufthansa, deren Tochtergesellschaft Germanwings ist, sei nicht direkt an der Aktion beteiligt gewesen, sagte der Anwalt Roland Krause. Krause vertritt deutsche und spanische Angehörige.

    Das Unternehmen verweist auf den britischen Dienstleister Kenyon. Dieser habe die Geräte nach dem Absturz jedoch «lediglich mit einem trockenen Lappen gereinigt. Und in einer Plastiktüte neu verpackt und anschliessend an die Angehörigen verschickt.»

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Lufthansa Group
    Tarifkonflikt
    Germanwings
    18 Interaktionen
    «Keine Todesangst»
    Drei Jahre danach

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    185 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Fidschi
    Von Industriestaaten
    Bundeshaus Rendez-Vous
    Rendez-Vous
    2 Interaktionen
    Bern

    MEHR ABSTURZ

    russland
    Moskau
    a
    «Guter Freund»
    2 Interaktionen
    Leukerbad VS

    MEHR AUS FRANKREICH

    16 Interaktionen
    Paris
    8 Interaktionen
    Saint-Pierre-la-Garenne
    Frankreich Schülerproteste
    27 Interaktionen
    Exzesse
    NL
    7 Interaktionen
    1:1 gegen Italien