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    Gazprom droht mit Drosselung der Gas-Lieferung durch Ukraine

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    Russland,

    Der russische Energiekonzern wirft der Ukraine vor, Teile der für Moldau angedachten Gaslieferungen für sich zu beanspruchen.

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    Das Gazprom-Logo an der Niederlassung des Unternehmens im russischen St. Petersburg. - Igor Russak/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Russland hat mit einer weiteren Drosselung der bereits reduzierten Gaslieferungen gedroht.
    • Die Ukraine soll einen Teil des Gases für sich behalten, statt es nach Moldau zu leiten.
    • Der betroffene Kleinstaat macht aber Moskau für den Gas-Engpass verantwortlich.

    Der russische Energieriese Gazprom hat der Ukraine vorgeworfen, beim Transit durch ihr Staatsgebiet angeblich einen Teil des Gases einzubehalten – und deshalb mit einer Drosselung der ohnehin schon reduzierten Lieferungen gedroht.

    Die Ukraine habe bislang bereits 52,5 Millionen Kubikmeter russisches Gas nicht weitergeleitet, das eigentlich für die Nachbarrepublik Moldau bestimmt gewesen sei, teilte Gazprom am Dienstag mit.

    Sollte sich daran nichts ändern, werde der Transit, von dem auch EU-Länder profitieren, ab kommendem Montag um die täglich einbehaltene Menge gekürzt. Ein konkretes Volumen nannte Gazprom nicht.

    Kiew betont, seine Verpflichtungen einzuhalten

    Kiew äusserte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen, hatte in der Vergangenheit aber stets betont, seine vertraglichen Verpflichtungen einzuhalten. Trotz des laufenden russischen Angriffskrieges hat die Ukraine seit dem 24. Februar rund 15,6 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas in Richtung Westen transportiert – davon eigenen Angaben mehr als zehn Prozent nach Moldau.

    Im Mai allerdings wurde der Erdgastransit über das von Russland besetzte Gebiet Luhansk eingestellt. Kiew und Moskau warfen sich gegenseitig vor, dafür verantwortlich zu sein. Statt der möglichen Maximalmenge von 109 Millionen Kubikmetern fliessen nun täglich nur noch etwas mehr als 40 Millionen Kubikmeter von Russland in die Ukraine und weiter nach Westen.

    Das zwischen Rumänien und der Ukraine liegende Moldau mit seinen rund 2,6 Millionen Einwohnern wiederum ist eines der ärmsten Länder Europas.

    Anfang Oktober hatte Gazprom die Lieferungen an Moldau gedrosselt und den Schritt bereits damals mit angeblich durch die Ukraine verursachten Transitproblemen begründet.

    Moldau macht Russland verantwortlich

    Die proeuropäische Führung unter Präsidentin Maia Sandu hingegen macht Moskau für den Gas-Engpass verantwortlich und spricht von «politischer Erpressung». Moldau wurde im Juni wie die Ukraine zum EU-Beitrittskandidaten erklärt.

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